Weltsozialamt Deutschland – Argumente gegen Rechts 3

Einleitung: https://kaiserlichemajestaet.wordpress.com/2014/11/23/argumente-gegen-rechts-1-worum-geht-es/

Ausländer, die in Deutschland leben, bekommen mehr Sozialhilfe vom Staat, als sie in die deutschen Sozialkassen einzahlen.

Das stimmt nicht. Die Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH hat eine Untersuchung dazu durchgeführt, welche Ende November 2014 unter dem Namen ‚Der Beitrag von Ausländern und künftiger Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt‘ veröffentlicht wurde. Man kann sie hier lesen: http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/ZEW_BeitragZuwanderungStaatshaushalt2014.pdf

Ich habe die entsprechenden Kernaussagen aus dem Vorwort hier einmal zusammengefasst:

  • Die Untersuchung arbeitet mit den Bevölkerungsdaten von 2012, damals lebten etwa 6,6 Millionen Ausländer in Deutschland.
  • Es wird nur zwischen Deutschen und Ausländern unterschieden.
  • Man sollte beachten: in der Untersuchung werden eingebürgerte Migranten, also ehemalige Ausländer, die 2012 bereits die deutsche Staatsangehörigkeit besessen haben, als Deutsche gezählt. Dies beeinflusst den fiskalischen Nutzen der „richtigen“ Ausländer mit hoher Wahrscheinlichkeit negativ, weil die Steuerzahlungen der ökonomisch erfolgreicheren „deutschen“ Ausländer zu den Deutschen gezählt werden.
  • Trotzdem haben die 6,6 Millionen Ausländer 2012 etwa 22 Milliarden Euro (pro Ausländer etwa 3300 Euro) mehr Steuern an den Staat gezahlt, als sie Sozialtransfers vom Staat bekommen haben (inklusive Bildungsausgaben).
  • Auch wenn man die zukünftige Alterung der heute hier lebenden Ausländer betrachtet und ihre zukünftigen Bezüge aus der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigt, so bekommt der Sozialstaat bei unveränderten wirtschaftlichen und fiskalpolitischen Rahmenbedingungen knapp 148 Milliarden Euro mehr von den Ausländern (etwas über 22000 Euro pro Ausländer), als er diesen auszahlen wird.
  • Die Staatsverschuldung Deutschlands wird in den nächsten Jahrzehnten durch bestimmte Ausgaben (zukünftige Renten usw.) auf etwa 146,6% des Bruttoinlandsprodukts steigen.
  • Unter folgenden Einwanderungsszenarien steigt die Staatsverschuldung auf 146,6% des Bruttoinlandsprodukts:
    • Sofortiger Einwanderungsstopp
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr, wovon 40% das durchschnittliche Steuerniveau der bereits hier leben Ausländer besitzen und 60% das durchschnittliche Steuerniveau der Deutschen besitzen.
  • Unter folgenden Einwanderungsszenarien steigt die Staatsverschuldung weniger stark:
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit einheitlich mittlerer Qualifikation (140,7%)
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit einheitlich hoher Qualifikation (3,4%)
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit 50% mittlerer und 50% hoher Qualifikation (72,1%)
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit 70% mittlerer und 30% hoher Qualifikation (99,6%)
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit 20% niedriger, 50% mittlerer, 30% hoher Qualifikation (116,2%)
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit 20% niedriger, 70% mittlerer, 10% hoher Qualifikation (143,7%)
    • 200000 Zuwanderer (netto) pro Jahr mit der Qualifikation des Bevölkerungsdurchschnitts 2012 (126,3%)
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Eine Antwort

  1. Offtopic-Kommentare bitte hier einstellen: https://kaiserlichemajestaet.wordpress.com/2014/11/01/fur-kommentare-und-anmerkungen/

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