Rechts gegen Rechts: Über die Wichtigkeit der „Islamkritik“

Der zweite Artikel für Oktober kommt hiermit früher, da gerade ein interessanter Diskurs in der „islamkritischen“ Szene stattfindet.

Jakobiner hat im letzten Thema über Pro Deutschland eine Diskussion zum Verhältnis zwischen der Neuen Rechten und PI-News/Stürzenberger/Pro Deutschland im Punkt der Islamkritik angestoßen.

Zufälligerweise bricht gerade jetzt auch auf PI-News und auf neurechten Blogs eine Debatte dazu aus und zwar in einem solchen Umfang, dass es sich doch einmal lohnt, es in einem Artikel zusammenzufassen.

Im letzten Artikel über Pro Deutschland habe ich ein kurzes Zitat von Dieter Stein aus der Jungen Freiheit eingefügt. Er äußerte sich zu den Reaktionen von Muslimen auf den Film „Die Unschuld der Muslime“.

Daß in der moslemischen Welt hingegen noch ein Ehrbegriff intakt ist, der eine Beleidigung der eigenen Religion unstatthaft macht, ist respektabel – solange dies gewaltfrei geschieht. Eine konservative Position heißt, die eigene Religion und Sittengesetze zu verteidigen, die anderer Kulturen jedoch zu tolerieren, solange sie nicht in das eigene Leben eingreifen.

www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50162145f69.0.html

Ich habe damals diesen Absatz zitiert, da ich ihn für einen interessanten Kontrapunkt hielt, da er die Reaktionen anders einschätzte und bewertete, als es auf der Seite von PI-News oder Pro Deutschland der Fall war, die hier eher eine Bestätigung der Intoleranz und der daraus resultierenden Gefährlichkeit des Islams sahen.

Jakobiner brachte daraufhin den Begriff des Ethnopluralismus in die Diskussion. Neue Rechte würden die Unterschiede und Unvereinbarkeiten zwischen den Kulturen bzw. Völkern anerkennen und nicht daraus auf eine Minderwertigkeit der einen Kultur im Vergleich zur anderen Kultur schließen. Dies stehe z.B. im Gegensatz zu den Plänen von Pro Deutschland, die deswegen von Dieter Stein kritisiert wurden. Dies wurde auch mit der Frage verbunden, inwiefern die Neue Rechte ihre Position noch konsequent umsetzen würde.

Ich habe dann meine Einschätzung abgegeben, die Neue Rechte würde in der Frage des Ethnopluralismus noch ziemlich konsequent vorgehen. Dabei betonte ich, dass ich PI-News, Pro Deutschland usw. eher als Kulturalisten bzw. Kulturfundamentalisten sehen würde.

Zum Thema Kulturalismus bzw. Kulturfundamentalismus:

In meinen Augen suchen sich diese Leute eine gewissen Kultur aus (hier häufig „die westliche Welt“ oder „christlich-jüdische Abendland“, was ein entscheidender Unterscheid zur Neuen Rechten ist) bzw. stellen sie sich selbst zusammen und versuchen sie dann als „Leitkultur“ zu installieren, die keine weiteren Kulturen neben sich duldet. Darum forderte Stürzenberger in einer frühen Fassung seines Thesenpapiers gegen die Islamisierung als letzte Stufe der Eskalation ja auch „abschwören oder abreisen“ von Muslimen. Heute fordert er öffentlich zumindenst immer noch ein schriftliches Bekenntnis von Muslimen bzw. islamischen Verbänden/Vereinen zum Grundgesetz, sonst folge ein Verbot aufgrund von Verfassungsfeindlichkeit inklusive dem Baustopp von Moscheen und dem Verbot von Gebetsversammlungen.

Desweiteren richtet sich die „Leitkultur“ gegen alle, die eine Islamisierung Deutschlands vorantreiben oder Deutschland entdemokratisieren. „Linke“ und „Gutmenschen“ sind ein besonders starkes Feinbild.

Die hiesige Behandlung von Frauen und Homosexuellen wird gerne als Mittel benutzt, um die moralische „Überlegenheit“ der „Leitkultur“ zu demonstieren. Fakt ist aber auch, dass Frauen und Homosexuelle dann anfangen zu stören, wenn sie eine möglichst umfassende Gleichbehandlung und Gleichstellung erreichen wollen.

Weitere Subjekte, die von der „Leitkultur“ (teilweise) nicht akzeptiert werden, sind u.a. die Unterschicht, Roma, Asylanten, arbeitslose Ausländer, Christen (die sich nicht von der „Islamkritik“ beeindrucken lassen), die bisherige deutsche Geschichtsforschung und sogar das Grundgesetz, denn das Grundgesetzt wird immer nur so lange als Basis für die „Leitkultur“ verwendet, solange es nicht um Gleichbehandlung, Religionsfreiheit, Asylrecht, die Europäische Union usw. geht. Der wichtigeste Artikel des Grundgesetzes ist im Prinzip der Artikel 20. Dort steht nämlich: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Ein Beispiel für meine Ausführungen findet sich hier: http://www.pi-news.net/2012/10/die-wahre-einigung-europas/ Die „Leitkultur“ wird vordefiniert und dann wird erklärt, wer dazugehört und wer nicht.

Ich hoffe damit auch die Frage beantwortet zu haben, die Conring mir zum Thema Kulturalismus gestellt hat: „Sind nicht alle Aussagen zu dem weiten Feld der Integrationsdebatte kulturalistisch?“ Die Antwort (in meinem Kontext!) lautet: Nein.

Neuen Rechten geht es darum, die „Umerziehung“ der Deutschen zu beenden (somit auch die Zugehörigkeit zur „westlichen Welt“ und seines Menschenbildes), welche diese in den letzten Jahrzehnten erlitten haben und daraus folgt dann automatisch die identitäre Erneuerung Deutschlands. Kulturalisten geht es darum, die Deutschen von ihrer „Leitkultur“ zu begeistern und möglichst viele Anhänger zu gewinnen, also typsiche Parteipolitik.

Zum Thema der Wichtigkeit der Islamkritik aus Sicht der Neuen Rechten und der Kulturalisten:

Um zu sehen, wie ein Kulturalist wie Stürzenberger den Islam sieht, sollte man einmal in sein Thesenpapier schauen: http://www.pi-news.net/2011/10/thesenpapier-gegen-die-islamisierung/

Dort schreibt er:

Ich sehe die Islamisierung unseres Landes langfristig als existenzielle Bedrohung an, wenn wir die gefährlichen und verfassungsfeindlichen Elemente dieser Ideologie nicht entschärfen können.

[…]

Wenn der Islamisierung Deutschlands und Europas nicht rechtzeitig mit politischen Maßnahmen Einhalt geboten wird, ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Von Jahr zu Jahr verschiebt sich das Bevölkerungsverhältnis laut der von Dr. Thilo Sarrazin in seinem Buch “Deutschland schafft sich ab” dargestellten Statistiken.

Wenn der “Point of no return” überschritten ist, wird der Konflikt nicht mehr friedlich zu lösen sein.

Eine genauere Begründung findet man u.a. hier: http://www.pi-news.net/2012/01/das-gefahrlichste-buch-der-welt/

Vor einigen Tagen hat Stürzenberger sich vor einer Gruppe neurechter Zuhörer versucht, um ihnen die Gefahr des Islams nahezubringen. Großartig überzeugen konnt er dort jedenfalls nicht. Martin Lichtmesz hat auf Sezession im Netz eine ausführliche Einschätzung der Diskussion abgegeben und selbst Stellung zu den Äußerungen Stürzenbergers bezogen. http://www.sezession.de/34132/weismann-sturzenberger-und-das-elend-der-islamkritik.html

Ein Publikumsschlager unseres „zwischentags“ war das Streitgespräch zwischen Karlheinz Weißmann und pi-news-Stammautor Michael Stürzenberger über die Frage, ob „der Islam“ der oder ein „Feind“ sei.

[…]

Mir hat der Auftritt Stürzenbergers vor allem einen Erkenntnisgewinn über den bestürzenden geistigen Zustand mancher Teile der „Islamkritik“ gebracht.

[…]

Eine Teilwahrheit wird hier mit lautem Getöse zum Horrorpopanz aufgeblasen, der den Blick auf eine Lageanalyse eher verstellt als freimacht.

[…]

Stürzenberger erzählte, daß ihn der Schock über 9/11 auf die Frage gebracht habe, wie es käme, daß Menschen so etwas Böses tun können, und die Antwort fand er schließlich im Koran, der für ihn auf einer Stufe mit „Mein Kampf“ steht . Das war es also! Ein böses Buch ist an allem schuld! Diese Leute lesen einfach die falsche Literatur und gucken die falschen Fernsehprogramme!

Hier wird schon unverständlich deutlich, dass Herr Lichmesz bereits an der untersten Stufe der „Islamkritk“ von Herrn Stürzenberger vieles auszusetzen hat. Vor allem geht es darum, dass der Islam so sehr zum Feindbild aufgeblasen wird, dass man von den wahren Problemen (aus der Sicht von Herrn Lichtmesz) nur ablenkt.

Er kritisiert auch die Pläne, die Stürzenberger verfolgt:

Stürzenberger verstieg sich schließlich bis zur Forderung, man müsse die Menschen in der muslimischen Welt von ihrer giftigen Ideologie „befreien“, die sie im Würgegriff habe und so böse mache, obwohl doch auch sie gute Menschen und Demokraten sein könnten. Das wären dann ca. 1,6 Milliarden Menschen, gegen die man dann einen globalen Mega-Kreuzzug (aka „Krieg“) für „Demokratie und Menschenrechte“ führen müßte, um sie zu zwangsbefreien und zu kleinen glücklichen Quasi-Amerikanern zu machen. (Nebenbei können wir auch gleich unser Öl unter ihrem Sand mitbefreien.) Hier wird kein Unterschied mehr gemacht zwischen dem Moslem in Neukölln, dem Moslem in Marseille, dem Moslem in Afghanistan und dem Moslem im Iran, von tausend anderen Unterschieden ganz zu schweigen. Das ist Neocon-Ideologie in ihrer vulgärsten Form, und wer seinen Carl Schmitt gelesen hat, weiß, was für fatale Konsequenzen eine solche Denke hat.

Stürzenberger verglich außerdem im Laufe der Diskussion den Islam mit dem Faschismus, was ihn in den Augen von Herrn Lichtmesz als umerzogenen Deutschen zeigt.

Weiter schreibt er:

Das eigentliche Ärgernis war aber Stürzenbergers krasse Blindheit gegenüber den Destruktionen der im Westen herrschenden Ideologie, verbunden mit einer entsprechend überproportionalen Dämonisierung des Islams. Dieser sei „Gift“ und „Gehirnwäsche“ für die Völker, aber mit Verlaub kenne ich da noch wesentliche schlimmere Gifte und Gehirnwäschen, die uns unmittelbarer betreffen und bedrohen, ja vernichten. „Am Liberalismus gehen die Völker zugrunde“, formulierte schon Moeller van den Bruck, und das ist heute ganz evident und ganz konkret-biologisch der Fall.

Stürzenberger glaubt offenbar an „Grundgesetz“ und „Demokratie“ als die Non-plus-ultrae der Achse des absolut Guten, ganz so, als würden wir in der schönsten und freiesten aller Welten leben, wenn es nur diese stinkigen, abgrundtief bösen, hochgefährlichen Moslems nicht gäbe.

[…]

Wäre keine einzige Moslemsocke im Deutschland, es würde sich ebenso rasant abschaffen, wie es jetzt schon der Fall ist. Und all dies gilt mehr oder weniger für sämtliche Länder des „Westens“, inklusive den USA selbst. Leute wie Stürzenberger sind Care-Paket-Syndrom-Geschädigte, die immer noch nicht kapiert haben, daß „Invade them“ und „Invite them“ zwei Seiten ein- und derselben globalistischen Medaille sind.

Die „Islamisierung“ ist nur die Sekundärinfektion eines Systems, das seine eigenen Grundlagen aushöhlt und zerstört. Berauscht vom Luxus seiner utopischen Ziele hat es vergessen, daß ein „Grundgesetz“ allein kein fester Boden ist, daß niemand für rein funktional ausgelegte, abstrakte „Werte“ („Freiheit“, „Toleranz“, „Demokratie“) kämpft und stirbt, und daß die Daueremanzipation transzendenzloser Individuen nur geschichts- und gesichtslose Konsumamerikanoiden erzeugt. Und nicht anders ist es von jenen gewünscht, die heute die Regierungen der Welt kontrollieren und vor sich hertreiben.

Das Fazit zur islamkritischen Szene lautet dann:

Diese Szene hat einen Wert als mediales Gegengewicht und als Durchlauferhitzer, aber wer in der ewigen Aufgeilerei an anti-islamischen Schlagern und pro-islamischen Schlägern steckenbleibt, und nicht wagt, das ganze Bild zu betrachten, wird niemals politisch erwachsen werden, und im Stumpfsinn und der Ressentimentsauna stecken bleiben. Es wird dann zwar aufgestauter Dampf abgelassen und dabei laut getutet, aber das Reflexionsvermögen schrumpft gegen Null, und damit geht letztlich auch die eventuelle widerständige Energie, die hier entstehen mag, ins Leere.

PI-News hat auf diese Kritik reagiert und ebenfalls einen Artikel dazu veröffentlicht: http://www.pi-news.net/2012/10/martin-lichtmesz-zu-sturzenbergers-islamkritik/

Besonders interessant sind zu beiden Artikeln natürlich auch noch die Leserkommentare.

________________________
Ich möchte hier auch noch einen Link empfehlen, unter welchem Jakobinder die Situation des deutschen Rechtsintellektualismus untersucht: http://www.global-review.info/2011/12/04/die-wuste-des-deutschen-rechtsintellektualismus/

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110 Antworten

  1. Offtopic-Kommentare bitte hier einstellen: https://kaiserlichemajestaet.wordpress.com/2012/04/01/kommentare-und-anmerkungen/

    Achtung!!! Kommentare werden grundsätzlich automatisch freigeschaltet. Jedoch löscht der Spamschutz von WordPress Kommentare, die er für Spam hält (z.B: bei vielen Links). Deswegen sollte man den Kommentar vor dem Absenden sicherheitshalber kopieren. Wird der Kommentar von WordPress nicht akzeptiert, dann hilft es vielleicht, ihn in mehrere kleinere Kommentare zu unterteilen.

  2. Es wird immer besser. Auf PI-News gibt es jetzt auch eine Auseinandersetzung mit der Kritik von Lichtmesz: http://www.pi-news.net/2012/10/von-intellektualisten-und-demo-rhetorik/

    Stürzenberger? Das ist für den Sessel-Aktivisten Lichtmesz schon mal „kein Intellektueller“, er sei um seinen geistigen Zustand besorgt.

    […]

    Ansonsten zieht Lichtmesz ideologisch blank: Mit NS-Rhetorik, Verschwörungstheorien, Antiliberalismus und Antiamerikanismus spricht er das alles aus, was die Intellektualisten sonst nur hinter verborgener Hand im Hinterzimmer mit leiser Stimme sich zuflüstern, um danach wieder in den angepassten, gut bezahlten beruflichen und gesellschaftlichen Alltag zu verschwinden, um so zu tun, als sei nichts gewesen.

    Irgendwas fehlt noch: Achja, Weißmann nahm anscheinend auch noch an der Diskussion teil. Seine Diskussionsbeiträge waren relativ blass, er stellte immer wieder die ein oder andere Behauptung auf, hatte mit vielem Recht und am Ende verblieb der Zuhörer immer wieder bei einem: Na und? Was hat das jetzt gebracht? Von Karl-Heinz Weißmann einen Vorschlag zu einer Problemlösung zu bekommen, erscheint in etwa so schwierig, wie Stürzenberger zu einer Teilnahme am Al-Kuds-Tag zu bewegen. Visionen, politische Ideen oder Lösungsansätze hat man von ihm jedenfalls nicht zu hören bekommen. Sein Tenor zum Islam: Alles nicht so schlimm. Er wolle niemanden befreien; auf Stürzenbergers Einwand, was denn mit zwangsverheirateten Kindern und entrechteten Frauen im Nahen Osten sei, wusste er keine Antwort. Offenbar sind sie ihm schlichtweg egal – genauso wie der „rechte Pöbel“ auf den Straßen, der zur Abwechslung auch mal versucht, Probleme außerhalb von Hinterzimmern zu lösen.

    […]

    Auch die tägliche Beruhigungstablette der Sesselaktivisten, nämlich dass es „den“ Islam gar nicht gebe, wurde beklatscht. Puh, da haben wir ja nochmal Glück gehabt. Weil im Iran und Syrien eine handvoll Schiiten leben, sind Millionen von Sunniten in Deutschland ja nicht so gefährlich. Die längst erbeuteten Islamisierungspläne der Moslembruderschaft? Die absolute Parallelität von islamischer Theorie und Wirklichkeit und die Ausweglosigkeit dieser Misere? All das scheint es noch nicht durch die dicken Wände derer geschafft zu haben, die sich vornehmlich mit Literatur gescheiterter Konservativer aus dem 20. Jahrhundert vollstopfen.

    […]

    Dass er irgendwo auch Sympathien für den Islam hegt, den er „natürlich“ als Gefahr betrachtet, liegt angesichts seiner permanenten Beschwichtigungsrhetorik eigentlich auf der Hand: Die Muslime sind ja eigentlich auch konservativ und werteorientiert:

    […]

    Schuld an allem ist natürlich der „Liberalismus“. Dem aufmerksamen Zuschauer der Diskussion dürfte sofort aufgefallen sein, dass an all den auch von Lichtmesz beschriebenen Umständen eigentlich die politische Linke, die Sozialisten schuld sind. Aber das verkauft sich ja nicht so gut; deshalb vernichtet – übrigens alte NS-Rhetorik – der „Liberalismus“ das deutsche Volk. Dass die im Saal anwesenden Burschenschafter aus einer national-liberalen (!) Bewegung entstammten und dass wir den historischen Liberalen, die traditionell im bürgerlichen oder nationalen Lager angesiedelt waren, unter anderem unsere persönlichen Freiheiten, die Demokratie und den Rechtsstaat zu verdanken haben, scheint der so furchtbar historisch argumentierende Weißmann noch nicht mitbekommen zu haben.

    […]

    Den eigentlichen Punkt haben beide Diskutanten leider nicht getroffen: Ja, der Islam ist eine Bedrohung für uns. Und gerade durch diese Bedrohung wird das deutsche Volk und überhaupt ganz Europa geeint. Man sitzt plötzlich im selben Boot, wacht auf und gerät in Kontakt mit freiheitlichen Bewegungen. Man beschäftigt sich wieder mit der Frage, wer man eigentlich ist und woher man stammt. Deutsche Geschichte, Kultur und vor allem – Identität – kann sich aus der Asche der 68er erheben wie der berüchtigte Phönix. So war es übrigens auch das letzte Mal bei der Besetzung Deutschlands durch Napoleon. Vor allem durch ihn fanden die Deutschen wieder zusammen und es konnte ein Nationalstaat gegründet werden. DAS wäre eine historische Argumentation, doch die war von Weißmann nicht zu hören.

  3. @KM
    der neue Artikel ist doch viel besser und in der Bennenung der Unterschiede viel deutlicher als die vorherigen Pi-Artikel.
    Im übrigen erinnern mich die unterschiedlichen Herangehensweisen von Stürzenberger und der „neuen Rechten“ an Western-Filme.
    Da gibt es auf der einen Seite die Filme, wo der Held im Showdown alleine oder nur mit wenigen Getreuen seinen Feinden gegenübertritt (High Noon, Gunfight at OK Carrol, Spiel mir das Lied vom Tod). Das ist die Postion der neuen Rechten. Die schiessen es mit dem „islam“ am Ende ganz alleine aus, ohne Alice Schwarzer.
    Daneben gibt es Filme, wo der Held vor dem Showdown Verbündete sammelt (Rio Bravo, El Dorado, Outlaw Josey Wales) und man die Schurken dann gemeinsam um die Ecke bringt. Das ist die Stürzenbeger-Linie.

    Mit der ganzen Kritik am „Westen“ und der hiesigen Gesellschaft könnte der Herr von der sezzession doch auch auch hiesigen Islam-seiten reüssieren.

  4. Danke für die Informationen. Ich kannte den Herrn Lichtmesz bisher nicht. Offenbar ein sehr kluger Mann! Mit den zitierten Ausführungen trifft er ins Schwarze. Michael Stürzenberger hat sich augenscheinlich mittlerweile zu sehr verrannt und den Blick fürs ganze Bild verloren.

    Ihr
    Dr. Wolf

  5. Wenn man sich einmal vorstellt, wenn die Neue Rechte oder PI an der Macht wären, hätte dies sehr unterschiedliche aussenpolitische Konsequenzen. Stürzenberger und PI sind die Transatlantiker unter den deutschen Rechten, proamerikanisch-israelische Neocons, die Europa und die NATO in einen Endkampf mit dem Islam nach innen und nach aussen, vor allem im Nahen Osten verwickeln würden.So auch die Kritik an Stürzenberger von Seiten der Neuen Rechten:

    „Das wären dann ca. 1,6 Milliarden Menschen, gegen die man dann einen globalen Mega-Kreuzzug (aka „Krieg“) für „Demokratie und Menschenrechte“ führen müßte, um sie zu zwangsbefreien und zu kleinen glücklichen Quasi-Amerikanern zu machen.(…)Die „Islamisierung“ ist nur die Sekundärinfektion eines Systems, das seine eigenen Grundlagen aushöhlt und zerstört. Berauscht vom Luxus seiner utopischen Ziele hat es vergessen, daß ein „Grundgesetz“ allein kein fester Boden ist, daß niemand für rein funktional ausgelegte, abstrakte „Werte“ („Freiheit“, „Toleranz“, „Demokratie“) kämpft und stirbt, und daß die Daueremanzipation transzendenzloser Individuen nur geschichts- und gesichtslose Konsumamerikanoiden erzeugt. Und nicht anders ist es von jenen gewünscht, die heute die Regierungen der Welt kontrollieren und vor sich hertreiben.(…)„Am Liberalismus gehen die Völker zugrunde“, formulierte schon Moeller van den Bruck, und das ist heute ganz evident und ganz konkret-biologisch der Fall.“(Zwischenfragen: Was meinen die mit konkret-biologisch? Die niedrige Geburtenrate?)

    Stürzenberger fasst diese Weltanschauung der Neuen Rechten derfolgt zusammen:

    „Ansonsten zieht Lichtmesz ideologisch blank: Mit NS-Rhetorik, Verschwörungstheorien, Antiliberalismus und Antiamerikanismus.“

    Die Neue Rechte wäre mehr die deutschnationale Variante, die sich ein starkes aufgerüstetes Deutschland im Rahmen eines Europas der Vaterländer vorstellt, welches sich auch mit muslimischen Staaten aussenpolitische Bündnisse vorstellen kann. Auf dieser Linie gegen die Neue Weltordung (NWO)von US-Gnaden liegen auch solche Webseiten wie Infokrieg TV, Alles Schall und Rauch, Peter Scholl-Latour und Jürgen Elsässer. Vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis die Neue Rechte mit letzteren zusammengeht, vor allem nach Elsässers „Konferenz von Tauroggen—Welche Bündnisse braucht Deutschland?“, auf welcher Scholl-Latour der Starredner sein wird. Ich möchte mal so sagen: PI ist der Transatlantizismus innerhalb der deutschen Rechten, die Neue Rechte mehr die eurasische Ausrichtung, die sich auch Bündnisse mit Russland, China und muslimischen Staaten, sprich eine eurasische Achse vorstellen könnte, wie dies auch der französische Philosoph Emmanuel Todd in seinem Buch „Weltmacht USA-Ein Nachruf“ oder die NPD vertritt.
    Übersptitz könnte man sagen: Neue Rechte versus PI—Deutschnationale Eurasier versus Transatlantliker

  6. Man muss auch beachten, dass solch eine aussenpolitische Ausrichtung auch innenpolitische Folgen hätte: Die Neue Rechte und die deutschnationalen Eurasier würden sicherlich ein preussisch-autoritäres Regierungssystem bei ihrer Annäherung an solch autoritäre Staaten wie China, Russland, Iran oder Muslimbruderschafts-Staaten des sunnitischen Gürtels durchsetzen, also ein hochgerüstetes, autoritäres Deutschland, vielleicht mit einem Front-National-Frankreich als neuer europäischer Achse. PI und Stürzenbergers innenpolitische Ausrichtung wäre wahrscheinlich ähnlich: Ein Homeland Security mit Patriot Act, Verfassungsfeind wären aber Moslems und Antiamerikaner und Antizionisten.

  7. Zudem steht die Neue Rechte auch noch in der Tradition des sogenannten „Deutschen Dschihadds“von Max Oppenheim und Oskar Ritter von Niedermeier, der Bündnisse mit Muslimen einging, die muslimischen Völker gegen die Anglosachsen aufwiegelte und der Hauptgegenspieler Lawrence von Arabiens war.Nicht umsonst widmete die Junge Freiheit dem Buch von Dr. Seidt „Berlin-Moskau-Kabul–Oskar Ritter von Niedermeier“ eine eigene Rezension.

  8. Was auch interesant ist: Pro Deutschland scheint sich auch nicht ganz einig. Rhous vertritt mehr die Position von PI, Markus Beisicht mehr die Haltung der Neuen Rechten.Sowohl Rhous als auch Beisicht kommen aus dem Republikanischen Hochschulverband (RHV) der damaligen Republikaner und standen damals mehr der Neuen Rechten nah.Aber selbst diese scheinen überkreuz zu liegen.

  9. Zum Starredner der deutschnationalen Eurasier und Neuen Rechten Peter Scholl-Latour noch folgender Lesetip:

    http://www.global-review.info/2011/03/22/peter-scholl-latour-der-letzte-deutsche-gaullist/

  10. Zu Conring:

    Ich glaube nicht, dass der Unterschied ist, alleine gegen den Rest der Welt oder verbündet gegen den Rest der Welt. Der Unterschied dürfte zum einen im Feind Liberalismus/USA (Neue Rechte) oder aber eben Islamismus überall (PI/Freiheit/Stürzenberger) liegen. Verbündete suchen sich beide. Die Neue Rechte eher in einem Front-National-Frankreich, China, Russland und muslimischen Staaten, PI und die Freiheit in USA/GB/Israel.

    Was mich auch interessieren würde. Gert Wilders ist in die USA gefahren und hat da Unterstützung von Seiten einiger Neocons und Republikaner erfahren. Versucht dies PI, die Freiheit und andere auch? Man muss aber kalr sehen, dass auch die Neocons keinen Ausrottungskrieg gegen den Islam fordern wie Stürzenberger oder die Ausweisung von allen Muslimen, sondern da noch zwischen Islamismus und Islam unterschieden.Stürzenbergers Pedant ist eigentlich nur der Offiziersanwärter des US-Militärs Dolley, der sich für einen Krieg gegen den Islam als gefährlicher Ideologie aussprach und hierbei weltweiten Völkermord seitens des US-Militärs nicht ausschloss.

  11. Ein Mann, aber Aussenseiter im US-Militär, der Stürzenbergers Plänen am nächsten kommt, ist der US-Militär Oberst Dooley, der einen Massenausrottungsweltkrieg gegen den Islam propagierte.. Hierzu als Lesetip:

    http://www.global-review.info/2012/05/14/us-militarstratgie-abkehr-vom-bening-hegemon-und-die-armaggeddonversion/

  12. Ich werde mich jetzt aber mal zurückhalten, da ein Blog eine Diskussion ermöglichen soll, Conring, Schmitt und Dr. Wolf aber schon lange nichts mehr Inhaltliches gesagt haben.Falls KM oder wer anders kommentiert, würde ich wieder antworten. Vielleicht ist aber das ganze Material auch noch für einen weiteren Artikel wert….

  13. Noch eine Frage: Ist die Kaiserliche Majestät auf dem KM-Logo ein Zufall oder programmatisch? Ein Freund schrieb mir dazu:

    „Der auf dem Logo abgebildete Monarch ist Kaiser Friedrich III. – oder besser Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen. Als Friedrich III. bestieg er den Thron von Preußen und wurde deutscher Kaiser.
    Geboren am 18. Oktober 1831 sollte der Vater Wilhelms II. Nachfolger Wilhelms I. werden. Den Thron bestieg er auch, jedoch nur für kurze Zeit.
    Denn bei Thronbesteigung saß Friedrich bereits im Rollstuhl, da der starke Raucher an Kehlkopfkrenbs erkrankt war.

    Friedrich hatte entscheidende Veränderungen geplant. So wollte die Macht des Kaisers und des Reichskanzlers stärker an die Verfassung binden. Darus wurde nichts: am 15. Juni 1888 vertarb Friedrich III.
    und Wilhelm II. betieg den Thron. Zu seinen Gegnern gehörte – nicht zuletzt wegen der Einschränkung der Rechte des Reichskanzlers – Fürst von Bismarck.“

  14. Mein Bekannter schrieb desweiteren zu dem KM-Logo:

    „Alleine das Bild Friedrichs beruhigt mich. Hätte Deutschland diesen Mann länger als Herrscher gehabt, dann wäre die Geschichte
    vielleicht ganz anders verlaufen. Alles, was Friedrich vorhatte, wurde nicht umgesetzt. So wurde das Deutsche Reich zur „zu spät gekommenen Nation“.

    Friedrich war der älteste Sohn seines Vaters und damit Kronprinz. Ein Glücksfall – der leider keinen Bestand hatte!“

    Will KM eine Monarchie oder aber eben den Geist von F 3 hochleben lassen als anderen möglichen Entwicklungspfad in der deutschen Geschichte, der uns nicht in WW 1 und WW 2 geführt hätte?

  15. Jakobiner, was Sie hier machen, grenzt schon an Spam. Sie dominieren mit Ihren Massen an Kommentaren das Blog und weder KM noch andere Personen kommen auf diese Weise in angemessener Zeit dazu, sich zu bestimmten Punkten zu äußern.

    Ihr
    Dr. Wolf

  16. @Conring

    Da gibt es auf der einen Seite die Filme, wo der Held im Showdown alleine oder nur mit wenigen Getreuen seinen Feinden gegenübertritt (High Noon, Gunfight at OK Carrol, Spiel mir das Lied vom Tod). Das ist die Postion der neuen Rechten. Die schiessen es mit dem “islam” am Ende ganz alleine aus, ohne Alice Schwarzer.
    Daneben gibt es Filme, wo der Held vor dem Showdown Verbündete sammelt (Rio Bravo, El Dorado, Outlaw Josey Wales) und man die Schurken dann gemeinsam um die Ecke bringt. Das ist die Stürzenbeger-Linie.

    So sieht es aus. Mir kommt es so vor, als würde die Neue Rechte sich die Mühe sparen wollen, da es sich für sie offenbar nicht lohnt, wenn der Geisteszustand der Deutschen sich vorher nicht ändert. Stürzenberger hat hingegen gerade erst wieder begeistert den neuen Unterschriftenstand für seine Sammlung gegen des ZIE-M bekanntgegeben und hofft damit der Islamkritik zum baldigen, absoluten Durchbruch zu verhelfen.

  17. @Jakobiner

    Stürzenberger fasst diese Weltanschauung der Neuen Rechten derfolgt zusammen:

    „Ansonsten zieht Lichtmesz ideologisch blank: Mit NS-Rhetorik, Verschwörungstheorien, Antiliberalismus und Antiamerikanismus.“

    Der Artikel stammt nicht von Stürzenberger. Ich denke auch nicht, dass Stürzenberger seine Kritiker zu sehr in die NS-Ecke drängen würde, solange er sie als Änhänger gewinnen könnte. Der NS ist für ihn die schlimmste Ideologie und er lässt nur selten die Gelegenheit aus, den Islam auf eine Stufe mit dem NS zu stellen.

    Übersptitz könnte man sagen: Neue Rechte versus PI—Deutschnationale Eurasier versus Transatlantliker

    Ich bin eher der Ansicht, dass PI in Israel ein geeignetes Mittel zum Zweck sieht und natürlich auch in den USA. Man wird es wieder sehen, wenn Obama für eine zweite Amtszeit gewählt werden sollte. Der ist nämlich eigentlich „Moslem“ und „Sozialist“ und damit ein Feindbild für PI. Und bezüglich Israel steht PI auch eher den dortigen Rechtsaußenparteien nahe.

    Die Neue Rechte und die deutschnationalen Eurasier würden sicherlich ein preussisch-autoritäres Regierungssystem bei ihrer Annäherung an solch autoritäre Staaten wie China, Russland, Iran oder Muslimbruderschafts-Staaten des sunnitischen Gürtels durchsetzen, also ein hochgerüstetes, autoritäres Deutschland, vielleicht mit einem Front-National-Frankreich als neuer europäischer Achse. PI und Stürzenbergers innenpolitische Ausrichtung wäre wahrscheinlich ähnlich: Ein Homeland Security mit Patriot Act, Verfassungsfeind wären aber Moslems und Antiamerikaner und Antizionisten.

    Mit der Neuen Rechten kenne ich mich nicht besonders aus, von diversen Rechtsextremen habe ich aber schon gehört, dass eine poltische Annäherung an Russland oder Iran ein Ziel wäre. Die haben auch kein Problem mit Islamisten, weil die geeignete Partner beim Thema Antisemitismus sind. PI und Co. würden wahrscheinlich die Einwanderungspolitik stark verändern und den hiesigen „linken Sumpf“ trockenlegen. Man sollte auch nicht Nürnberg 2.0 vergessen, ein Projekt, hinter dem eine PI-Ortsgruppe stecken soll. Dort wird eigentlich schön erklärt, was man alles so plant und warum man es plant.

    Was auch interesant ist: Pro Deutschland scheint sich auch nicht ganz einig. Rhous vertritt mehr die Position von PI, Markus Beisicht mehr die Haltung der Neuen Rechten. Sowohl Rhous als auch Beisicht kommen aus dem Republikanischen Hochschulverband (RHV) der damaligen Republikaner und standen damals mehr der Neuen Rechten nah.Aber selbst diese scheinen überkreuz zu liegen.

    Ich kann da praktisch nur die Antiislamposition erkennen.

    Was mich auch interessieren würde. Gert Wilders ist in die USA gefahren und hat da Unterstützung von Seiten einiger Neocons und Republikaner erfahren. Versucht dies PI, die Freiheit und andere auch?

    Stadtkewitz (von Die Freiheit) und Frankfurter (damals PI-News und Die Freiheit) sind einmal in die USA gereist um dort eine Rede auf einer Demo zu halten. http://quotenqueen.wordpress.com/2011/09/13/stadtkewitz-in-new-york/ Es gab auch Kontakte nach Israel: http://www.citizentimes.eu/2010/12/14/die-freiheit-in-israel-und-die-jerusalemer-erklarung-islamkritischer-parteien/
    Momentan ist die Partei aber völlig am Boden. Bis auf den bayerischen Landesverband um Stürzenberger dürfte dort früher oder später alles implodieren. Die haben also andere Sorgen, als sich um Unterstützung aus den USA zu kümmern. PI wird das sicherlich nicht machen, da die Hinterleute anonym sind.

    Noch eine Frage: Ist die Kaiserliche Majestät auf dem KM-Logo ein Zufall oder programmatisch?

    […]

    Will KM eine Monarchie oder aber eben den Geist von F 3 hochleben lassen als anderen möglichen Entwicklungspfad in der deutschen Geschichte, der uns nicht in WW 1 und WW 2 geführt hätte?

    Tatsächlich habe ich Friedrich III. gewählt, weil er als Kaiser ein praktisch unbeschriebenes Blatt ist. Das ich einen Kaiser im Banner gewählt habe, liegt an meinen Nickname. Das es ein Hohenzollernkaiser ist liegt daran, dass ich den Eindruck habe, dass diese sehr häufig mit dem Wort Kaiser verknüpft werden. Ein Habsburger wäre sicherlich auch möglich gewesen, aber ich bin kein Österreicher. Ich bin auch kein Monarchist.

  18. @Dr. Wolf

    Jakobiner, was Sie hier machen, grenzt schon an Spam. Sie dominieren mit Ihren Massen an Kommentaren das Blog und weder KM noch andere Personen kommen auf diese Weise in angemessener Zeit dazu, sich zu bestimmten Punkten zu äußern.

    Das ist Jakobiners Stil, so wie ich immer viele Zitate in meinen Kommentaren verwende. Das können auch nicht alle Leute leiden. Mich stört es jedenfalls nicht. Das Zitieren ist auch eine gute Methode, um sich mit etwas zeitlichem Abstand noch äußern zu können und der Leser dennoch versteht, worum es eigentlich geht. Entweder man nimmt Anführungszeichen oder verwendet den blockquote-HTML-Tag.

  19. @KM
    Der betonte Pro-Amerikanismus von Pi dürfte vorallem ersteinmal eine gewußte Abgrenzung gegenüber den ja auch als „Feinde“ angesehen altlinken (68er) Multikulturalisten und deren Antiamerikanismus sein.

    Daneben haben die Leute von Pi ein ehr dezidiertes Bild, was jetzt Amerikanische und Westliche Werte ist.
    Das Amerika mit dem sie sich solidarisch fühlen ist die USA von Fox-News und der Tea-Party.
    „Liberalismus“ und damit zusammenhängender Unfug (staatliche Krankenversicherung, Sozialversicherung, Waffengesetze etc.) sind da eigentlich unamerikanische Auswüchse, die man bekämpfen muss. Von daher ist eine Ablehnung von Obama uramerikanisch.

    Westlich ist für die PI-Autoren auch eher sowas wie das fünfziger Jahre Christliche Abendland, dass sich religiös (Christentum) und ehtnisch (Nationalstaat) definiert und wo man kalre Feindbilder pflegte (die Rote Gefahr).

    „Ein Habsburger wäre sicherlich auch möglich gewesen, aber ich bin kein Österreicher.“
    Sie hätten auch Kaiser Joseph II. nehmen können. Der stand noch dem „Heiligen Römischen Reich Teutscher Nation“ vor und hat seinen Erblanden weite Teile seiner Untertanen durch allerlei aufklärerische Gesetze (u.a. Toleranzpatent für Protestanten und Juden sowie Einzug des Vermögens der katholischen Klöster) gegen sich aufgebracht.

  20. Z KM/Conring:

    Ds ist schon richtig. Das US-Amerika von PI/Die Freiheit
    ist die religiöse Rechte, Teaparty, Rechtsflügel der Republikaner und Neocons.Obama gilt da eher unamerikanisch oder wie die Republikaner sagen: Er will die USA in ein sozialistisches Europa verwandeln.Ein Fall für ein Comitee for Unamerican activities.

  21. @Jakobiner
    „Man muss aber kalr sehen, dass auch die Neocons keinen Ausrottungskrieg gegen den Islam fordern wie Stürzenberger oder die Ausweisung von allen Muslimen, sondern da noch zwischen Islamismus und Islam unterschieden.“

    Da muss man auch beachten, dass die Islamkritiker in den USA, wie auch in der BRD eine ziemlich bunte Truppe sind.
    Eine konkrete Unterscheidung zwischen Islamismus und Islam macht Daniel Pipes, der sich ja sogar eine mögliche Versöhnung zwischen Islam und Demokratie vorstellen kann. (In einem Fernsehinterview meinte der Mann sogar, dass Muslime in Europa diskrimineirt würden.)
    Daneben gibt es auch eher schliche Haufdraufs wie Pam Geller oder dievrse Kommentatoren auf Fox-News.

    Die Leute von PI scheinen mir da übrigens überhaupt keine so stringente Position zu vertreten. Man definiert sich ja doch hauptsächlich über die Islamgegnerschaft und fragt nicht so richtig wofür man eigentlich steht.
    So ist man prinzipiell offen für andere Positionen, wenn sie nur islamkritsich sind oder so verstanden werden können. So wirft man dem Islam gerne seine Homophobie vor, sieht aber auch das christliche Abendland durch lesbische Pfarrerinnen gefährdet.

    http://www.pi-news.net/2012/02/kultur-lesbische-pastorin-kriegt-kind/

  22. @Jakobiner
    Die Neuen Rechten dagegen scheinen mir doch eine ziemlich Sektenhafte Gruppe zu sein. Die Leute setzen ja auch immer die Prämisse einer Nation und Deutschtum bedrohenden globalen Verscxhwörung (Kapitalismus, Finanzimperialismus, Inetrnatinales Judentum)voraus, gegen die man die Nation mobilisieren muss.
    In solchen kreisen kann man den Islam durchaus als Verbündeten sehen. Tun ja Leute wie Alain de Benoist oder Sigrid Hunke auch.

    Mit dem ersten und seiner Position setzt sich hier kritisch Herr Lichtmesz auseinader:
    http://www.sezession.de/17988/alain-de-benoist-unter-muslimen-und-mauretaniern.html

  23. Oder aber die BRD der 50er Jahre. Dagmar Knecht beschreibt die späten 40er/frühen 50er Jahre in Westdeutschland als Phase der „Rechristianisierung“–der Nationalsozialismus wie auch der Kommunismus wurden als gottlose Ideologien gebrandmarkt und die Gesellschaft einem rigiden christlich-moralischen Verhaltenskodex unterzogen.Es gab Bücherverbrennungen von sogenannter Schundliteratur und die Kirchen mahnläuteten bei Hildegards Knef „Die Sünderin“und die kirchlichen Jugendorganisationen hielten Mahnwachen vor den Kinos ab.Erst mit den späten 50er kam die Welle der Amerikanisierung und der Rock´n Roll.Ob aber Pi/Die Freiheit zurück wollen zu solch einem archaisch-christlichen Abendland ist fraglich. Sie dürften doch auch amerikanisiert worden sein.

  24. @Jakobiner
    „Oder aber die BRD der 50er Jahre. Dagmar Knecht beschreibt die späten 40er/frühen 50er Jahre in Westdeutschland als Phase der “Rechristianisierung”–der Nationalsozialismus wie auch der Kommunismus wurden als gottlose Ideologien gebrandmarkt und die Gesellschaft einem rigiden christlich-moralischen Verhaltenskodex unterzogen.“
    Stimmt genau. Das „Christlcihe Abendland“ stammt auch aus der Zeit.

    Und ob die Leute von PI jetzt dahin zurück wollen? Wenn sie ihre Konzepte zuende denken würden, käme inetwa sowas dabei raus.

    Die Fünziger/Sechziger Jhare als „gute alte Zeit“, bevor die Hippies kamen, ist auch für viele amerikanische Konservative ein wichtiger Bezugspunkt.
    Hier äußert sich einer gegenüber der Welt:
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13927825/Neid-bestimmt-in-Amerika-den-Kampf-der-Eliten.html

  25. Zu Conring:

    Sehr interessanter Artikel von Lichtmesz über Alain De Benoist.Da wird der Erfinder des Etnopluralismus scharf angegriffen, da ihm der Muslim lieber ist als der Skinhead und Beneoist vrogewofen wird inzwischen selbst zum Liberalen mutiert zu sein.Auch Benoist Aussage, dass Volksidentität eine sich erneuernde Erzählung ist und die Immigration von Muslimen die Identität nicht zerstören, sondern sogar befördern kann, wird heftig kritisiert. Was sind Lichtemszs Kategorien?

    „Wäre es nicht richtiger zu sagen, ein Volk ist eine historisch gewachsene Gruppe von Menschen mit einem bestimmten gemeinsamen Genpool, einer gemeinsamen Sprache, einem gemeinsamen Bewußtsein über sich selbst, und einer gemeinsamen historischen Erzählung? Daß all dies über Jahrhunderte in Bewegung ist, leugnet kein Mensch, aber gleichzeitig wird man auch einräumen müssen, daß massive Eingriffe in den Genpool, die Sprache und die Kontinuität des historischen Narrativs ein Volk eben auch zum Verschwinden bringen können.
    Was will uns Benoist also damit sagen? Zumal dieselbe Melodie vom „sich wandelnden Volk“ heute genau von jenen gepfiffen wird, die in Deutschland von einer „bunten Republik“ schwätzen und in Frankreich offen die gezielte „métissage“ als richtungsweisend propagieren. Wirklich keinerlei Identitätsprobleme an dieser Stelle, keine bedrohten „Volkskulturen“? Wer genauer hinsieht, wird hier unschwer (nebenbei universalistisch begründete) Positionen erkennen, die eher aus Schwäche, Verlegenheit, Opportunismus und dem Willen zu Kapitulation erwachsen als aus irgend etwas anderem. Und nun pfeift Benoist auf demselben Loch wie diese verhaßten „Liberalen“?“

    Interessant finde ich hierbei auch, dass Lichtmeszs von einem gemeinsamen Genpool spricht, der ein Volk ausmache, also biologistisch. Als ob man Deutsche durch einen Gentest bestimmen könne.

  26. Die Idee vom gemeinsamen Genpool teilt auch Sarrazin. Auch die Idee von jüdischen Genen.Hierzu gibt´s inzwischen auch Gentests, deren wissenschaftlicher Wert jedoch umstritten ist. Als Lesetip:

    http://www.global-review.info/2012/06/18/judische-gene-sarrazin-broder-und-igenea-machen-mobil/

  27. Zu Conring:

    „Hanson: Als ich zur Schule ging, waren 60 Prozent meiner Mitschüler mexikanischer Abstammung. Man setzte uns zusammen und sagte, wir sollten Englisch miteinander reden. Das geht heute nicht mehr. Wenn man das verlangt, ist man ein Rassist. Genauso läuft das in punkto Umwelt, Krieg und Frieden. Moralischer Relativismus und kultureller Pazifismus haben uns in die Knie gezwungen. Aber ich hoffe auf eine Renaissance, denn so kann es nicht weitergehen.“

    Kurz: Sozialstaatsmentalität, moralischer Relativismus und kultureller Pazifismus zerstörenlaut Hanson die USA und den Westen. Nicht aber Rassen oder Immigration.Da dürfte Hanson schon etwas anders gewickelt sein als Samuel Huntington, der in seinem Buch „Who we are?“ vor allem die Immigration mexikanischer Katholiken zum Problem für die USA sieht und quasi einen Clash of Civilizations WASP-USA gegen Latino-Katholizismus kommen sieht.

  28. Huntingtons „Who are we?“ und sein Behauptung einer Angloprotestantischen Kultur als Wesenskern einer US-amerikanischen Identität ist aber auch in den USA umstritten.Z.B.:

    http://cssronline.org/CSSR/Archival/2005/Whitehead_197-214.pdf

    Aber sowohl Hanson wie auch Huntington verrennen sich nie in biologistische Sphären wie etwa die Neue Rechte oder die Rechtsradikalen, schon gar nicht ist etwas von Genpoolen bei ihnen zu lesen.

  29. Ich habe aber bei PI, Freiheit, Wilders,etc. auch noch nie biologistische Argumentationen gehört. Gene sind bei denen nicht der Punkt.Der Islam als Ideologie und der Kulturkampf sind entscheidend.

  30. @Jakobiner
    Ich denke man kann diesen ganzen rechten Diskurs nicht so feinsäuberlich nach Kuturalististen und Genetikern unterteilen.
    Den „Feinden“ wird immer eine irgendwie zersetzende, destruktive Natur unetrstellt. Und ob die jetzt genetisch oder kuturell begründet wird, ist nie so säuberlich unterschieden.
    Charles Murray (ein anderer Kosnervativer Us-Theoretiker) hat in „The Bell Curve“ die Armut in den US noch genetisch erklärt. Arm= Blöd. Ähnlich wie Sarrazin das gemacht hat. Der bezieht, wenn ich micht recht entsinne, auch auf Murray.
    In seinem neuesten Werk sieht Murray jetzt den Grund für Armut ind er US-Gesellschaft in einer kulturellen Verwilderung, die seit den 60ern um sich gegriffen hätte.
    http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13903530/Amerikas-Unterschicht-im-Sumpf-des-Sittenverfalls.html

  31. Jedenfalls zeigt das Beispiel von Charles Murray, dass es diese Rechten es mit ihren Theorien selbst nicht so ernst nehmen.Vom Rasseugeniker zum Moralphilosophen. Da sind sie sehr pragmatisch. Hauptsache ein „Great Awakening“, eine „geistig-moralische Wende“.

  32. @Jakobiner
    die Sache mit dem „Great Awakening“ scheint sich doch erstmal erledigt zu haben. Jetzt wo sogar die Republikaner einen Mormonen als Kandidaten haben. Religiös ist der Mann doch mindestens so zwilichtig wie „Muslim“ Obama.

    Daneben hat es diese gute, alte Zeit in den USA doch auch nie gegeben, meinte jedenfalls schon 1969 Dolly Parton:

    We’d get up before sun-up to get the work done up
    We’d work in the fields till the sun had gone down
    We’ve stood and we’ve cried as we have bristly watched
    A hailstorm a‘ beatin‘ our crops to the ground
    We’ve gone to bed hungry many nights in the past
    In the good old days when times were bad.

    Den ganzen Song-Text findet man hier:
    http://www.cowboylyrics.com/lyrics/parton-dolly/in-the-good-old-days-when-times-were-bad-7694.html

    Diverse schöne Performances sind leicht über youtube zu finden.

  33. Was will das US-amerikanische Tittenmonster uns jetzt damit sagen. Dass die guten alten Zeiten nicht so gut waren oder dass die gute alte Zeit halt hart war, aber trotzdem irgendwie gut, weil eben hart?
    Kann man so und so auslegen. Zudem sehen US-Amerikaner ja auch gerade in der Entbehrung einen moralischen Wert, der den ganzen Menschen herausfordert und seine edelsten Seiten zu Tage fördert.Gelobt sei was hart macht und: Hilf´dir selbst dann hilf dir Gott. Dolly Parton als Sozialkritikerin? Naja, lieber Conring, wohl wieder ein Bierchen nach Feierabend geschlürft, um so bewusstseinserweitert zu argumentieren. 1969 war sie als Cheerup-Sängerin für die Kriegspropaganda im Vietnamkrieg eingesetzt, um das Kanonenfutter auf Vordermann zu bringen und musikalisch ins Schlachtfeld zu eskortieren.

  34. @Jakobiner
    das konnte das Tiittenmonster (die sind übrigens iecht) auch im letzten Irak-Krieg noch sehr gut:

    Obwohl ich als Purist das Orginal bevorzuge:

  35. Mir gefällt die Dolly-Version ehrlich gesagt besser.Ob das unsere Rechten schon gesehen haben? Na, dann warten wir mal ab, bis die Daniela Katzenberger für unsere Jungs von den deutschen Green Berets, dem KSK und für unsere Kampftruppen in Afghanistan trällert.Moderation: Florian Silbereisen und als Begleitung die Big Band der Bundeswehr.Nur so kann man die Taliban erfolgreich vertreiben!! Sicherlich effektiver und durchschlagskräftiger als alle Drohneneinsätze!

  36. Mit solch einem Atombusen der Megadeathpotenz sollte sie lieber für das Strategic Command und deren nukleare Sprengköpfe als für die hühnerbrüstigen weit weniger lethalen Green Berets singen.

  37. @Jakobiner
    deutschsprachige Versionen des Liedes gab es schon in den 60ern.
    Freddie Quinn und Heidi Brühl:
    Hier Heidi:

    Ein eher schlichtdeutsche Version, die aber auch bestechend ist :

  38. Westlich ist für die PI-Autoren auch eher sowas wie das fünfziger Jahre Christliche Abendland, dass sich religiös (Christentum) und ehtnisch (Nationalstaat) definiert und wo man kalre Feindbilder pflegte (die Rote Gefahr).

    So ganz ist die Szene da auch nicht einig. Es gibt dort radikal christlich geprägte Leute, die eher Kreuz.net nahestehen und die auch die Gesellschaft so gestalten möchten, dann aber auch stark säkular geprägte Leute, die Religion am liebsten nur noch im privaten Rahmen gestatten wollen. Das dürfte so ziemlich der größte und auch bedeutendste Gegensatz innerhalb dieser Szene sein. Interessanterweise wird sich ja häufig auf die christlich-jüdische Basis unserer heutigen Gesellschaft bezogen. Mir ist aber noch nicht aufgefallen, dass auf PI gefordert wurde, die Gesellschaft jüdischer zu gestalten.

    Die Leute von PI scheinen mir da übrigens überhaupt keine so stringente Position zu vertreten. Man definiert sich ja doch hauptsächlich über die Islamgegnerschaft und fragt nicht so richtig wofür man eigentlich steht.
    So ist man prinzipiell offen für andere Positionen, wenn sie nur islamkritsich sind oder so verstanden werden können.

    Die „Islamkritik“ ist sicherlich der größte gemeinsamer Nenner auf PI, dann dürften Linke bzw. Gutmenschen und die Europäische Union (wenn man so will, die heutigen politischen Verantwortlichen) kommen. Danach wird es schon relativ unübersichtlich.

  39. @Jakobiner

    Ich habe aber bei PI, Freiheit, Wilders,etc. auch noch nie biologistische Argumentationen gehört. Gene sind bei denen nicht der Punkt.Der Islam als Ideologie und der Kulturkampf sind entscheidend.

    In volkswirtschaftlichen Fragen weisen einige Leute dort aber auch gerne auf die veerbte Intelligenz hin, wonach dumme Einwanderer (ganz besonders aus islamischen Staaten) immer noch relative dummer Kinder bekommen und auch deren Kinder sind dann immer noch nicht die Schlauesten und das schadet der Volkswirtschaft.

  40. Noch kurz zu Conring und seiner Busenfreundin Parton:

    Wesentlich besser bringt dieser russische Soldat das Wesen des archetypischen Soldaten ohne Frauen- und Soldatenbräutegesänge herüber, ja Reduktion aufs Existenzielle zeichnet seinen Stil aus.

    Man muss nur zwei Worte verstehen: Amerikanski, Ruski und AK 47 sowie M 15.Auch zu beachten die grandioe Choreographie, die sich auf substantielle Bewegungseemente des Protoruskies reduziert.
    Zum Thema: Slawische Frauen, Russische Männer und deren Perzeption im Westen:

    http://www.global-review.info/2012/06/06/westliche-perzeption-russischer-frauen-feme-fatale-sexmaschine-gangsterbraut-und-zaristische-aristokratin/

  41. @KM
    „Interessanterweise wird sich ja häufig auf die christlich-jüdische Basis unserer heutigen Gesellschaft bezogen.“
    Das ist doch eher wieder der Versuch eines Andockens an denWMainstream. Politiker hierzulande sprechen ja auch gerne von den christlcih-jüdischen wurzeln des Gemeinwesens in ihren Sonntagsreden.was damit genaue gemient ist, weiss dann keiner.
    Meistens landet man dann bei dem armen Lessing, der dann als allgemeiner Religionsversteher dienen muss.

  42. Zu Conring:

    1) Leider haben sie das Video schon offline gestellt. Dabei war es so nett,eienm Protorussen mit Oberamrmen wie die Oberschenkel eines indischen Elefantens zuzusehen, wie er seine Kampfesphilosophie mittels des Unterschieds eines US-amerikanischen M 15 und einer russischen AK 47 vorexerzierte–zumal mit irrem Gegiggele.

    2)Beide Lieder 100 Mann und ein Befehl können als Kriegslied oder eben als Antikriegslied aufgefasst werden. Fernes Land, Sinn nicht ersichtlich, aber die Truppe kämpft eben, ihr Schicksal, wenngleich man sich auch mal nach den Soldatenbräuten sehnen würde.Aber welcher kämpfende Lanzer tut das nicht! Insgesamt nichts Wehrkraftzersetzendes. Hätte Goebbels ebenso propgieren können.
    Es hängt wie bei Parton von der Perzeption und damit eingehenden Rezeption des Auditoriums ab.Apocalypse Now ist zugleich der grösste Kriegsfilm und zugleich Antikriegsfilm, da je mnach Zuschauer er sich das raussucht, was ihm gefällt. Dem Militarist und Rechten gefällt die Szene, als US-Hubschrauber unter den Klängen von Wagners Walkürenritt ein vietnameischs Dorf einäschern.Der Pazifist sieht in derselben Frequenz ein Mhnen gegen Brutalität. Als Geier Sturzflug sein Lied „Wir förern das Bruttosouialprodukt“sang, wurde dies bei der Zuhörerschaft als Aufruf, jetzt die deutsche Wirtschaftsleitung durch vbermehrten Arbeitseinsatz zu seteigern verstanden, genauso aber als Ironie gegen den täglichen Arbeitsterror.Und wie unterschiedlich Perzeptionen sein können wird in der Figur des Alex in Clockwork Orange deutlich, der die Bibel im Gefängnis unter seinen sadomadochistischen und sadistischen ultrabrutale-Szenen als Lesegenuss empfindet, während der Pfrarrer denkt, er würde an die Bergpredigt denken und ein guter Christ werden.
    B) Zu KM

    1)Es scheint hier bei PI, Freiheit wirklich nur um den kleinsten gemeinsamen Nenner zu gehen: Den Islam als Nazi-Ideologie. Eine 1-Punktbewegung.Eigene Konzepte von Gesellschaft und Identität haben sie wahrscheinlich noch gar nicht ausgearbeitet. Demgegenüber beansprucht die Neue Rechte den grössten gemeinsamen Nenner zu haben: Den Liberalismus als Feindbild, von dem die Islamisierung nur ein Aspekt ist neben den vielen anderen bedrohlich wahrgenommenen Sypmtomen.

    2)“In volkswirtschaftlichen Fragen weisen einige Leute dort aber auch gerne auf die veerbte Intelligenz hin, wonach dumme Einwanderer (ganz besonders aus islamischen Staaten) immer noch relative dummer Kinder bekommen und auch deren Kinder sind dann immer noch nicht die Schlauesten und das schadet der Volkswirtschaft.“

    Bitte mal bei PI, Freiheit und Konsorten quellenmässig belegen. Bisher habe ich dies nur von Sarrazin und den Neuen Rechten nebst Rechtsradikalen gehört.

  43. „Politiker hierzulande sprechen ja auch gerne von den christlcih-jüdischen wurzeln des Gemeinwesens in ihren Sonntagsreden.was damit genaue gemient ist, weiss dann keiner.“

    Kann man zweierlei lesen: Erstens theologisch, dass die jüdische Lehre eben seither mit der christlichen Lehre eng zusammenhängt. Zweitens: Weegen 1) hatten Deutsche und Juden schon immer eine gemeinsame Tradition und deswegen vergessen wir eben einmal den kurzen Betriebsunfall, den Holocaust, ganz schnelle.Damit werden die deutschen Judenpogrome und der Holocaust als atypisch für das ansonstig angeblich jahrtausendlange vorbildliche und harmonische Zusammenleben zwischen beiden Volksgruppen in Deutschland weissgewschen und relativiert, ja negiert.

  44. @Jakobiner
    leider funktioeniert ihr Link nicht.

    Zu ihrem Artikel hätte ich noch eine Ergänzung:
    „Birthday Girl“ (2001). Nicole Kidman spielt eine russische Importbraut.
    Und bei der Auslotung der russichen Seele folge ich doch lieber Rammstein als Elsässer, letztere kennt man dortens und die können auch Russisch:

  45. Zu Conring:

    Russenvideo inzwischen ansehbar unter:

    Zu Rammstein: Na, Moskau als käufliche Hure mit einem roten Rogue auf der Stirne–soll das Anti-Putin oder gar regimekritisch sein. Wohl eher eine Realitätsbeschreibung. Und wie gesagt: Der Oligarch und Russenmafiosi wird sich da positiv angesprochen sehen, die Gegner das für das kritischste Lieder aller halten.Da Sie den Video auch schon bei Genova und Brux untebrachten–was wollen Sie nun eigentlich mit dem Ramsteinvideo sagen , Conring?

  46. Zu Conring:

    „Zu ihrem Artikel hätte ich noch eine Ergänzung:
    “Birthday Girl” (2001). Nicole Kidman spielt eine russische Importbraut.“

    Den kenne ich zugegebenermassen noch nicht, werde ihn aber nach Sichtung in meinen Artikel einbauen. Was sind den die groben Linien der Darstellung der russischen Importbraut?

  47. Zu KM.:

    Werde mir diese Links zu PI-Biologismus/Sozialeugenik in der nächsten Zeit reinziehen und kommenteren.Aber erbitte mir ein Time-out, um das auch alles studieren zu können.

  48. @Conring

    Das ist doch eher wieder der Versuch eines Andockens an denWMainstream. Politiker hierzulande sprechen ja auch gerne von den christlcih-jüdischen wurzeln des Gemeinwesens in ihren Sonntagsreden.was damit genaue gemient ist, weiss dann keiner.
    Meistens landet man dann bei dem armen Lessing, der dann als allgemeiner Religionsversteher dienen muss.

    Ich persönlich finde es ja schon ziemlich Verdrehung der Tatsachen heute von einem jüdischen Erbe zu sprechen.

  49. Zu PI und den IQ.-Genen

    Interessant, dass Pi dem Thema solch breiten Raum widmet.Dennoch schreiben sie selbst auch, dass die Vererbung des IQs nicht wissenschaftlich beweisbar ist und man daher davon ausgehen solle, dass sowohl Umwelt wie auch Gene für den IQ verantwortlich sind.So sicher sind sie sich da auch nicht und wohl der Angreifbarkeit einer Theorie der alleinigen Vererbarkeit bewusst.
    Interessanter finde ich aber, das Leute aus der CDU und Markus Ferber (CSU) IQ-Tests für Einwanderer fordern und sich dabei auf Kanada berufen.

  50. Das finde ich auch interesant: Im anglosächsischen Raum scheinen IQ-Tests Standard und wird auch die Vererbarkeit ganz offen diskutiert, ja von einem bedeutenden Teil der Wissenschaftler als richtig postuliert. Ich hatte im letzten Jahr mit 2 Amerikanern zu tun:
    Zum einen mit John Milligan-Whyte vom „Center for American-Chinese Partnership“. Auffällig war, dass in den Biographien seiner Mitarbeiter die IQ-Werte angegeben waren.Wir Europäer wussten da nicht, was wir da angeben sollten. Zum anderen ein US-ameriknischer Evangelikalen, den wir zum Abendessen eingeladen hatten. Als er merkte, dass wir mehr Milieutheoretiker waren, war er völlig entstezt. Als das Thema auf IQ, Vererbarkeit, etc. kam, trennte man sich an diesem Abend, da er nicht verstehn konnte, wie man das infrage stellen kann, da doch weite Kreise der US-Elite daran glauben.

  51. Zu Conring:

    conring, on October 13, 2012 at 23:34 said:

    @Jakobiner
    deutschsprachige Versionen des Liedes gab es schon in den 60ern.
    Freddie Quinn und Heidi Brühl:

    Freddie Queen war ja ein bekennender Hasser der 68er und der Hippies wie auch Frank Sinatra und das Rat Pack.Von daher wohl eher als Kriegslied gemeint, das sich hinter der Ambivalenz versteckt.

  52. Zu KM:

    „Ich persönlich finde es ja schon ziemlich Verdrehung der Tatsachen heute von einem jüdischen Erbe zu sprechen.“

    Ich gehe da noch eine Stufe weiter, Durch dieses Geschwätze von christlich-judeäischer Kultur wird der Holocaust versucht vergessen zu machen.

  53. Zu Conring:

    Wofür steht eigentlich Freddy Quinn? Für ein Deutschland, das sich nicht zum Nationalsozialismus bekennen will. Freddy ist wie Hans Albers einer von uns, unser Junge, der in die grosse weite Welt rausgeht, weil er im demokratischen Deutschland keinen Lebensplatz findet. Logischerweise zieht es ihn dann filmisch nach Brasilien, wo er neue Ostgebiete mit einer Firma erschliesst und da auch einen brasilianischen Neger als slawischen Untermenschen als Hilfskraft hat, um dann in der Kunstmetropole Brasila von einem brasilinischen Militärjuntageneral persönlich empfangen zu werden. Wohl eher die Logik des Rattenpfades für ehemalige Nazis und SSler, die sich im dikatorischen Südamerika breitmachten–von Mengele bis Barbie.
    Kein Wunder, dass Fredy Quinn auch solche Landsermässigen Soldatensongs verbrochen hat!!!

  54. Jetzt hat sich auch Stürzenberger persönlich zu Lichtmesz Kritik geäußert und geht auch auf die Kommentatoren auf Sezession im Netz ein.

    Zuerst mal seine Reaktion auf den Artikel von Lichtmesz:

    Neben fiesen Schlägen unter die Gürtellinie und unsachlichen Angriffen, die auf eine weitestgehende Ahnungslosigkeit zum Thema Islam schließen lassen, eröffnen die Ausführungen einen Blick auf eine völkisch-ewiggestrige Weltanschauung, deren geistige Heimat man wohl eher auf dem Nürnberger Zeppelinfeld des vergangenen Jahrhunderts verorten würde.

    […]

    Lichtmesz hat sich so in sein anti-amerikanisches Weltbild verrannt, dass er wohl die islamische Welt in gewisser Weise sogar als Verbündeter sieht. Was das “ahistorische” anbelangt: Jeder, der auch nur grobe Kenntnisse der Geschichte der islamischen Expansion seit 632 n.Chr. hat, weiß, wie gewaltig die Allahu-Akbar-Walze war, die weite Teile der christlich-jüdischen Welt niederbügelte.

    […]

    Weißmann hatte in der Diskussion eine unbedeutende Randnotiz der Geschichte – eine lokale Zusammenarbeit zwischen Kreuzrittern und Moslems 10 Jahre nach dem ersten Kreuzzug – als “historischen Beweis” angeführt, dass das “Feindbild Islam” so nicht stimme. Was für eine Fehlbeurteilung: Moslems dürfen jederzeit, wenn sie sich in Unterlegenheit befinden, Verträge auf Zeit mit den “Kufar” abschließen. Sobald sie aber die Oberhand gewinnen, müssen sie eine alleinige totalitäre Herrschaft errichten. Das haben weder Weißmann noch Lichtmesz erkannt. Aber aus dem intellektuellen Elfenbeinturm heraus lässt sich immer gut herablassend fabulieren.

    […] Lichtmesz vergleicht nun meinen Ansatz, dem Islam die gefährlichen Elemente zu ziehen, mit der Umerziehung der Nazi-Deutschen […] Wer die Befreiung Deutschlands vom National-Sozialismus und die anschließende Entnazifizierung offensichtlich kritisch sieht, muss sich schon die ernste Frage stellen lassen, in welch dunklen Bereichen er herumtaumelt.

    […]

    Mit jedem Satz reitet sich Lichtmesz tiefer in seinen Amerikahass. Wer die Hilfe der USA beim Wiederaufbau Deutschlands so verachtet, steht auf gefährlichem Terrain. Und was die Aufnahme der türkischen Gastarbeiter Anfang der 60er Jahre anbelangt: Man kann den USA zwar im Nachhinein vorwerfen, dass sie wegen der strategisch wichtigen Raketenpositionen des türkischen NATO-Mitglieds in den Zeiten des Kalten Krieges Druck auf Deutschland ausübten, im Gegenzug türkische Arbeitslose aufzunehmen – aber dass dies nach Jahrzehnten so gravierende Folgen haben würde, dürften sich die damaligen US-Politiker kaum gedacht haben. Für die USA zählt meist nur der momentane strategische Erfolg, und dass sie dabei immer wieder Fehler machen, ist zwar richtig. Aber daraus eine grundsätzliche Böswilligkeit zu unterstellen – vor allem gegenüber ihrem transatlantischen Partner – ist meines Erachtens völlig absurd.

    […]

    Für was lohnt es sich denn, zu kämpfen und zu sterben, Herr Lichtmesz? Für germanisches Blut, Boden, Volk und Vaterland? Erhellend ist auch die Bezeichnung “Kunst-Amerikanoiden”. Der Mann scheint die am längsten zusammenhängende Demokratie der Welt, die Heimat der wohl wegweisendsten Verfassung und das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wirklich abgrundtief zu verachten.

    http://www.pi-news.net/2012/10/wie-schrag-tickt-martin-lichtmesz/

  55. Nun Stürzenbergers Reaktionen zu einigen der dortigen Kommentare:

    Anschnallen, Freunde, jetzt begeben wir uns in ein echtes Parallel-Universum.

    […]

    PI der Feind, der Islam der Verbündete. Jetzt wissen wir, mit wessen Geistes Kind wir es beim Zwischentag in Berlin u.a. zu tun hatten.

    […]

    Auweia – Patrick Bahners als Argument contra Islamkritik – mit welchen Leuten sind wir da nur zusammengetroffen?

    […]

    Also dürfte das jetzt in Klartext übersetzt heißen: Deutsche, trennt Euch von allen Nicht-Deutschen? Interessant..

    […]

    Genau, PI will mit Uncle Sam, dem Mossad und den bösen Juden die heimliche Herrschaft übernehmen..

    […]

    So ein Pech, dass Adolfs Panzer in Stalingrad gestoppt wurden, hmm? Und wie schön, dass “Mein Kampf” in den arabischen Ländern ein Verkausfhit ist! Dem “God bless Hitler” und dem Hass gegen Juden in der arabischen Welt fühlt man sich hier möglicherweise näher, oder wie?

    […]

    Das fehlte noch. Auch an 9/11 sind die bösen Juden schuld..

    […]

    Alles klar? Die Protokolle von Zion sind gefälscht, gelten für diese Leute aber offensichtlich doch irgendwie, und PI ist in die obskure Verschwörung mit Mossad & Co involviert.

    […]

    Deutschland über alles in der Welt..

    […]

    Dass wir das noch erleben dürfen! PI links und linksliberal!

    usw…
    http://www.pi-news.net/2012/10/kommentarbereich-sezession-pakt-mit-islam/

  56. Ich weiß im Moment noch nicht genau, ob ich überrascht sein soll oder nicht, dass Stürzenberger praktisch gar kein Argument auffährt außer die Nazikeule und „Ihr habt ja alle keine Ahnung!“. Habe ich zuviel erwartet? Im Prinzip schätzen wir PI ja schon jahrelang als vollkommen argumentationslos ein. Somit stimmt das also immer noch. Nein, eigentlich ist er nun für mich noch deutlich harmloser.

    Stürzenbergers Reaktionen lesen sich wie die ein x-beliebigen Internetkommentators, der in irgendwelchen Foren oder Blogs nicht weiß, wie er sonst auf Kritik reagieren soll, außer die Kritiker lächerlich zu machen.

    Mit Leuten, die so reagieren wie er, haben wir auf BlogIG ja schon seit Ewigkeiten zu tun. Da kommt nach zwei-dreimal nachfragen nichts mehr, außer die immer neue Wiederholungen oder Empörungen. Wer hätte gedacht, dass sich die selbsternannten Islamkritker so schnell vorführen lassen.

  57. @KM
    mit seiner Beobachtung, dass man sich beim Lesen auf der Sezzessionsseite in ein „echtes Parallel-Universum“ begibt, hat Herr Stürzenberger doch den Nagel auf dem Kopf getroffen.

    Daneben argumentiert Stürzenberger eben auch ausgesprochen hermetisch. Wer seinem Credo: Der Islam ist der Staasfeind Nr. 1″ widerspricht, hat von vorherein unrecht. Und ob der Widersprechende jetzt ein linsliberaler „Gutmensch“ oder ein rechtsradikaler Avantgarde-Denker ist, spielt keine Rolle.

    Nebenbei noch:
    Zusammenarbeit zwischen den Kreuzrittern und den muslimsichen Fürsten gab es im Nahne Osten im 12. und 13. jahrhudnert oft. Man hat sich da meisten sogar auf der Grundlage der ähnlcihen Oberschichtskultur ziemlich gut verstanden.

  58. @Jakobiner
    die russiche Import-Braut in „Birthday Girl“ ist eine ziemlich clevere Person. Zusammen mit zwei russichen „Freunden“ (sehen so aus wie der Herr in ihrem Video) zockt sie westlcihe Bestelelr regelmäßig ab. Diesmal allerdings bekommt sie Ärger mit ihren Freunden.

    zu Freddy Quinn.
    Da haben Sie mit ihren Ausführungen sicher recht. Allerdings ist Freddy doch eher der Adenauer-Hans- Albers für Arme. Hier nimmt er sich die 68er übrigens direkt zur Brust:

    Ein lied was meinens Erachtens auch ziemlich gut die Gefühlswelt der PI-Leute beschreibt.

    Daneben haben Sie auch da mit recht, wie Sie weiter oben schreibe, dass es bei Popkulturellen Phänomen immer auf die Perzeption ankommt.
    Von daher kann ich Sinatras Aversion gegen die Hippies verstehen. Mir sind unter ästhetischen Gesichtspunkten auch Maßanzüge und Malt-Whiskey lieber als lange Haare, Sandalen und Haschpfeifen.

  59. @KM
    „Nein, eigentlich ist er nun für mich noch deutlich harmloser.“
    Da sollten Sie von Ihrer Warte aus vielelicht nicht zu schnell Entwarnung geben.
    Die NS-Ideologie ist in den 20ern von vielen, darunter auch „Denker“ der sogenannten Konservativen Revolution, als intelektuelle Magerkost angesehen worden.

  60. ZU KM:

    Das war es dann wohl mit der kurzzeitigen Annäherung zwischen Neuen Rechten und Islamkritikern. Grundsätzlicher könnte der Widerspruch nicht sein. KM meinte ja, Stürzenberger würde gegenüber der Neuen Rechten nicht mit dem Nazivergleich aufwarten, da er sie ja als potentiellen Bündnispartner sieht. Damit scheint es jetzt auch vorbei–oder wie Stürzenberger sagt:

    „Neben fiesen Schlägen unter die Gürtellinie und unsachlichen Angriffen, die auf eine weitestgehende Ahnungslosigkeit zum Thema Islam schließen lassen, eröffnen die Ausführungen einen Blick auf eine völkisch-ewiggestrige Weltanschauung, deren geistige Heimat man wohl eher auf dem Nürnberger Zeppelinfeld des vergangenen Jahrhunderts verorten würde.“

    Dennoch hat KM und Conring recht, wenn sie auf das hilflose Gestotter von PI hinweisen, das jegliche argumentative Substanz missen lässt.Nicht einmal zum Sophismus reicht es. Da sind die „Sesselintenlektuelen“ der Neuen Rechten wohl sattelfester.

    2) Klasse Lied von Freddie und klare Zweiteilung der Welt in ein gutes „Wir“ und ein böses „Ihr“. Wundert mich, dass die Junge Union dies nicht als Parteihymne benutzte.Im übrigen kann ich mit Hippies auch nicht soviel anfangen, bin aber auch kein Neoyuppie ala Conring.

  61. Wie würde wohl Freddy und Konsorten zu Punks stehen? Vielleicht würde er aber trotzdem Pusy Riot unterstützen. Als Lesetip:

    http://www.global-review.info/2012/07/31/pussy-riots-die-liebe-der-deutschen-zu-ihren-punks/

  62. Zu Conring:

    „Die Neuen Rechten dagegen scheinen mir doch eine ziemlich Sektenhafte Gruppe zu sein.“

    So sektenhaft würde ich die Neue Rechte, vor allem die Junge Freiheit nicht ansehen. Wenn man mal ihre Abo-Liste und deren offizielle Unterstützer sieht, reichen die bis tief in konservative CDU-/CSU und nationalliberale FDP-Kreise hinein.Ebenso haben sie Einfluss auf das Bundeswehroffizierscorps, wie der Skandal um die Zeitschrift der Bundeswehruni Neubiberg/München CAMPUS, bei der Junge-Freihet-Autoren mitschreiben, zeigt.Die Junge Freiheit dürfte bei ihrem Verbreitungsgrad wirkungsstärker sein als PI.

  63. @Jakobiner
    „Im übrigen kann ich mit Hippies auch nicht soviel anfangen, bin aber auch kein Neoyuppie ala Conring.“
    was ist ein „Neoyuppie“? Ich bin so oldschool, das ich bei den ganzen Modetrend und Bezeichnungen seit etwa 2000 überhaupt nicht mehr mitkomme.

  64. Neoyuppies sind Leute, die sich wie ihre Vorgänger die Yuppies ästhetisch durch Markenklamotten und Statussymbole (Anzüge, Maltwhiskey,etc.) hervortun und abgrenzen wollen, jedoch in Hartz4-Zeiten nicht so kaufkräftig sind und daher auf billige Kopien ausweichen.

  65. Ich ziehe mal das Ettikett Neoyuppie bei Conring zurück. Vielleicht zu alt für und wirklich nur“old school“.Ein Conring ist eben ein Conring, einzigartig und unverwechselbar….

  66. Folgender Song von Prinz Chaos II „Das Papamobil im Landwehrkanal“ würde wohl die Freddie Quinns und Verteidiger des christlichen Abendlandes gemeinsam auf die Palme bringen:

  67. Ganz interesaant bei den PI-Artikeln finde ich folgendes Zitat, das Kemal Attatürk zugeschrieben wird:

    „Diese Hirtenreligion eines pädophilen Kriegstreibers (Mohammed) ist der größte Klotz am Bein unserer Nation. Seit mehr als 500 Jahren haben die Regeln und Theorien dieses alten Araberscheichs und die abstrusten Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Moslems in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. Der Islam, diese absurde Gotteslehre eines unmoralischen Beduinen, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet.“ (Quelle: Die Biographie Atatürks, 1954, Jacques Benoist-Mechin).

    Stammt das wirklich von Kemal Attatürk.Gab es dmalas keine Proteste gegen diee Beleidigung des Propheten? Würde Kemal Attatürk heute auf Seiten der Islamkritiker und von PI stehen?

  68. Der zitierte Jacques Benoist-Mechin gilt ja als umstrittene Figur in der französischen Geschichte. Ein Befürworter der europäischen Einheit und der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich und tragischerweise ein Hitlervehrer, der zumal für die Vichyregierung arbeitete, jedoch nach dem 2. Weltkrieg rehablilitiert und von Charles de Gaulle hofiert wurdewurde.

  69. Und was auch interesant ist: Wie würde die muslimische Welt wohl heute reagieren, wenn Kemal Attatürk oder wer anders denselben Satz heute sagen würde? Diese Äusserungen sind ja deckungsgleich mit dem Inhalt des Mohammedfilms.Wenn man heute in der Türkei so über Mohammed sprechen würde, käme man es dann mit der Justiz zu tun oder könnte man sich auf Attatürk berufen?

  70. Ganz interessant: Götz Kubitschek versucht in der Sezession jetzt zwischen Stürzenberger und Lichtmesz zu vermitteln.Dieser Konflikt schadet nach seiner Ansicht beiden Seiten.Dennoch zeigt er keinen Ausweg wie man den Gegensatz überwinden könnte.Abstrakt fordert er die Debatte auf eine höhere Ebene zu heben oder aber die Notbremse zu ziehen und diese einfach zu beenden und einzustellen.Ebenso peinlich ist es ihm, dass das alles unabgesprochen auf you tube veröffentlicht wurde und somit dokumentiert ist.

    „Lichtmesz oder Stürzenberger – Sezession oder PI?

    Lichtmesz oder Stürzenberger Sezession oder PI?Es ist im

    Nachgang zum zwischentag zu einer im Internet ausufernden Debatte gekommen, die mir mißfällt. Sie dreht sich in ihrem Kern um die Bewertung eines „Feinbilds Islam“, wurde auf gutem Niveau innerhalb einer Podiumsdiskussion zwischen Karlheinz Weißmann und Michael Stürzenberger geführt und ist mittlerweile zu einem im Ton unschönen Gefecht zwischen Stürzenberger auf der einen und Martin Lichtmesz auf der anderen Seite verkommen.

    Dies ist nicht in meinem oder in Karlheinz Weißmanns Sinn. Die Debatte muß entweder beendet oder auf ein Niveau zurückgehoben werden, das uns angemessen ist. Hierzu einige Punkte:

    1. Die Positionen Stürzenbergers und Weißmanns (resp. Lichtmesz‘) sind nicht vermittelbar: Ihr Ansatz ist je so unterschiedlich, daß es den Kreuzungspunkt nur in einer grundsätzlichen Überzeugung gibt: Die Hyper-Identität islamischer Zuwanderer bedroht den inneren Frieden und die Rest-Substanz unserer „offenen Gesellschaft“, die so recht keine kollektive Identität mehr kennt und fremden kollektiven Ansprüchen recht hilflos gegenübersteht.

    2. Die Positionen Stürzenbergers und Weißmanns sind vor allem dort nicht vermittelbar, wo es um ein Bündnis mit dem amerikanischen und israelischen Weg aus grundsätzlicher Überzeugung geht: Weißmann sieht NICHT in jedem Menschen einen kleinen Amerikaner, der rausgeholt werden will; er verspürt keinerlei Neigung, jemanden von seiner Kultur zu befreien. Er versteht Integration als Assimilation, die wiederum das Gastvolk nicht unverwandelt lassen wird. Dies aber ist historisches Lehre im besten Sinne: Anverwandlung des Fremden in eine im Kern unerschütterliche eigene Identität hinein. Daß dies aufgrund unserer eigenen identitären Schwäche und angesichts millionenfacher Einwanderung nicht gelingen kann, würde Weißmann nicht bestreiten.

    3. Stürzenberger hat – um es undifferenzieert auszudrücken – Ernst Noltes Buch über den Islamismus als einer Dritten radikalen Widerstandsbewegung gegen die Moderne heruntergebrochen auf ein paar sehr klare Botschaften (vielleicht ohne dieses Buch zu kennen). Wo Nolte beschreibend arbeitet und den Antimodernismus des radikalen Islam als ebenso notwendige wie nachvollziehbare Bewegung vorstellt und als Wissenschaftler natürlich keine politischen Schlüsse zieht, argumentiert Stürzenberger bereits im Stile eines Agitators, eines Politikers, der Massen überzeugen und in Bewegung setzen will. Das ist sein gutes Recht, das ist nachvollziehbar, und vor allem spielt es sich jenseits der Ebene ab, die von uns Publizisten und Wissenschaftlern berührt und bespielt wird. Hier Meta-Politik, dort Eintritt in die Praxis.

    4. Nicht nachvollziehen kann ich den Vorwurf der Feigheit von dort nach hier und den der Dummheit von hier nach dort. Weißmann steht mit Klarnamen seit bald drei Jahrzehnten im Schuldienst und hat Kampagnen durchgestanden, von denen 98 Prozent jener anonymen Kommentierer im Netz noch nicht einmal zu träumen wagten; auf der anderen Seite geht Stürzenberger den Weg seiner Überzeugung und argumentiert konsequent. Gut ist, daß er uns liest – das ist so oder so für jeden gut …

    5. Ich bin nicht damit einverstanden, daß die zwischentag-Debatte ohne meine Erlaubnis in sechs Teilen bei youtube.de veröffentlicht worden ist. Davon wußten die Kontrahenten nichts, auch hätte ich anders moderiert, wenn ich an eine Veröffentlichung gedacht hätte. Mir zeigt dies wieder, wie unschön und unfruchtbar es ist, daß jede Situationsaufnahme, jeder erste Austausch kurze Zeit später als etwas Fertiges und nicht mehr Korrigierbares im Netz abgespeichert ist. Ich bin mir sicher, daß Stürzenberger die eminenten Kenntnisse Weißmanns nicht bloß als Störung, sondern durchaus als bedenkenswerte, von einer geistigen Autorität vorgetragene Differenzierung wahrgenommen hat. Auf der anderen Seite weiß ich, daß Weißmann die Wucht Stürzenbergers als eine mögliche Reaktion auf den Zustand unseres Landes nachvollziehen kann.

    6. Dieses „Nachvollziehen-Können“ ist etwas anderes als Zustimmung. Es ist der Beweis für geistigen Spielraum und die Bereitschaft, die Vielfalt möglicher Lebensreaktionen anzuerkennen: die Verzweiflung, den Charakter, den Mut, den Irrweg, den Tatendrang, den politischen Instinkt eines anderen. Dieser andere soll ausreden dürfen, Zwischenrufe seien aufgespart für jene, von denen wir sicher wissen, daß sie sich an der täglichen Abschaffung des Deutschen Volkes beteiligen.
    Veröffentlicht: Montag, 15. Oktober 2012, 10:52“

  71. Als Dolmetscher und Brückenbauer, der versucht Stürzenberger von PI zur Neuen Rechten rüberzuholen, dient sich bei Sezession jetzt Martin Hart-Hetlage an, der vom Marxismus zum Rechtsliberalismus und nun zur Neuen Rechten konvertiert ist.Er wirft Stützenberger Verfassungspatriotismus vor, der sich am Grundgesetz orientiert und Mangel an Patriotismus, der sich am Bekenntnis zum deutschen Volke zu orientieren habe. Daher nutze es auch nichts, Muslime auf die Verfasung einzuschwören zu wollen wie Stürzenberger dies fordert, da sie als andere Ethnie sich niemals zum deutschen Volk bekennen würden.

    http://www.sezession.de/34285/islamkritik-und-liberalismuskritik.html/2

  72. Korrektur: Der Mann heisst Manfred Kleine-Hartlage.Mal sehen, ob der die zerstrittenen Streithähne wieder zusammenbringt.

  73. Interessant ist, dass die Junge Freiheit über den Streit gar nicht berichtet, obwohl sie den „Zwischentag“ als grossartigen Schulterschluss der Rechten feiert und Dieter Stein von der JF nun auch als Autor in der Sezession schreiben will.

    Institut für Staatspolitik feiert 50. Ausgabe der „Sezession“

    BERLIN.
    Das Institut für Staatspolitik feiert die 50. Ausgabe seiner Zeitschrift Sezession. Im April 2003 als „widerborstige und intellektuelle“ Zeitschrift für Politik und Kultur gestartet, behandelt das Theorieorgan sechs Mal im Jahr Argumente und Lösungsansätze zur Volkskrise aus rechter Sicht.
    In ihrer kommende Woche erscheinenden Jubiläumsausgabe widmet sich die Sezession dem Thema „Stil und Form“, unter anderem mit Artikeln von Alain de Benoist, Karlheinz Weißmann, Erik Lehnert, Ellen Kositza, Thomas Bargatzky sowie des verantwortlichen Redakteurs, Götz Kubitschek.
    „Erstmals gehört auch der Chefredakteur der JUNGEN FREIHEIT, Dieter Stein, zu unseren Autoren: In seiner Gratulationskolumne sieht er die Sezession aus der publizistischen Einöde der Nation emporragen. Dem will ich natürlich nicht widersprechen“, sagte Kubitschek. Den Verantwortlichen der Sezession sei schon bei deren Gründung vor zehn Jahren klar gewesen, daß aus der Zeitschrift ein erfolgreiches rechtsintellektuelles Projekt werden würde.
    Erste konservative Messe am 6. Oktober in Berlin
    Gefeiert werden soll das Jubiläum aber nicht nur auf dem Papier. Anläßlich der 50. Ausgabe veranstaltet Kubitschek am 6. Oktober in Berlin mit dem sogenannten „zwischentag“ die erste konservative Messe in Deutschland. Zu den rund 30 Ausstellern gehören unter anderem der österreichische Ares-Verlag, das Internetportal Politically Incorrect, die Bibliothek des Konservatismus sowie die JF. Geboten werden neben der Präsentation der verschiedenen Verlage, Organisationen und Initiativen auch zahlreiche Lesungen und Podiumsdiskussionen.
    „Der zwischentag wird ein Großereignis“, zeigte sich Kubitschek sicher. Zudem sei die Veranstaltung ein Beweis für die Vielgestaltigkeit und die Kreativität einer Szene, die es aus einem einzigen Grund nicht leicht habe: „Sie ist rechts.“ (krk)

  74. Zu Manfred Kleine-Hartlage:

    „Daher nutze es auch nichts, Muslime auf die Verfasung einzuschwören zu wollen wie Stürzenberger dies fordert, da sie als andere Ethnie sich niemals zum deutschen Volk bekennen würden.“

    Wo der Mann Recht hat, hat er Recht.

  75. „Stammt das wirklich von Kemal Atatürk. Würde Kemal Atatürk heute auf Seiten der Islamkritiker und von PI stehen?“

    Ich kenne dieses Zitat nicht. Vermutlich ist es nicht ganz wortgetreu.
    Man kann aber schlecht mit Leuten in einem Boot sitzen, die einen vernichten wollen. „Der Ali muss weg“, da sind sich hier alle einig. Die anti-türkische Haltung überwiegt eindeutig. Die Islamkritik ist nur Mittel zum Zweck. Insofern muss man die Frage nach Atatürks Haltung eindeutig mit Nein! beantworten.

  76. So ganz ausgestanden scheint die rechte Islamkritik für die Neue Rechte noch nicht. Götz Kubitschek und Martin Lichtmesz sind jetzt nach Orange gefahren, um sich die Kampferfahrungen des aktionitsischen „Bloc identitaire“ anzuschauen, die unter anderem mit Moscheenbesetzungen agiert.

    http://www.sezession.de/34523/warum-lichtmesz-und-ich-nach-orange-fahren.html

    Diese neue Gruppierung der „Identitären“ wird auf Sezession auch ein eigener Artikel gewidmet:

    http://www.sezession.de/34502/identitares-europa-der-kampf-um-die-symbole.html/2

  77. Die Zielsetzung der neuen Gruppierung der „Identitären“ kann man auf der Blauen Narzisse lesen. Dort heisst es unter anderem:

    „Unsere Vision ist eine echte, direkte, deutsche, subsidiarische Demokratie, in der nicht mehr unsichtbare Wirtschaftslobbies und obskure ideologische Zirkel, sondern der gesunde Menschenverstand in Form des wahren Volkswillens über unsere Zukunft entscheidet! Wir lehnen alle antidemokratischen Bestrebungen, jeden Totalitarismus, sei er nun religiös oder ideologisch ab. Damit distanzieren wir uns klar von der Ideologie des Nationalsozialismus, seinem Rassismus und seinem Antisemitismus und jeder der an seiner Rehabilitierung und an seiner Rechtfertigung arbeitet und sich nicht klar von ihm distanziert hat bei uns nichts verloren! Zum Bekenntnis zur identitären Idee und zu Europas Zukunft gehört eine klare Distanzierung von den totalitaristischen und menschenverachtenden Ideologien des 20. Jahrhunderts.
    Wir wollen aber, anders als die Berufsantifaschisten und Zivilinquisitoren, keinen lächerlichen Scheinkampf gegen eine imaginäre »braune Gefahr« kämpfen, die angeblich vom wirren Narrensaum dieser Gesellschaft ausgehen soll. Wir kämpfen gegen die heutigen antidemokratischen Ideologen, die ihre antifaschistische Multikulti-Utopie über alle Volksentscheide erhaben dünken. Wir kämpfen gegen den religiösen Totalitarismus des Islams, der in die demographischen Lücken Europas vordringt.“

    Es geht also auch darum Europa und Deutschland mittels des Feindbilds Islam eine Identität zu geben. Aber nicht nur: So heisst es auch: „Weder Kippa noch Palituch!!!“

    Die Grundsatzpositionen sind ausführlich lesbar unter:

    http://www.blog.blauenarzisse.de/5437/unser-ziel-ist-demokratisch.html

  78. Hier werden noch die Stärken und Schwächen der Identitären Bewegung Deutschlands hervorgestrichen und eine Bewertung von rechts vorgenommen.Als neues Symbol der Bewegung gilt Sparta-Lampda.

    http://ernstfall.org/2012/10/25/bewertung-identitare-bewegung-deutschland/

  79. Hier noch die Webseite der Generation Identitaire, die sich dort der ersten Moscheenbesetzung brüstet:

    http://www.generation-identitaire.com/

  80. Ich kann mir nicht vorstellen, dass PI, Stürzenberger und andere Islamkritiker sich eine neue Bewegung wie die Identitären entgehen lassen. Es könnte die Jugendbewegung von PI werden, die gegen den Islam auf die Strasse geht–europaweit und unter den jungen Arbeitslosen kräftig rekrutiert.Zumal bleibt auch abzuwarten, ob die Front Nationale die Generation Identitaire nicht für ihre Zwecke einspannen wird–das hätte dann allerdings Gewicht.Seltsamerweise kann man aber bei PI noch nichts auf ihrer Webseite über die neue Identitätsbewegung lesen. Das ist merkwürdig, da PI doch durch ihren Kotakt mit der Neuen Rechten diese Gruppierung und ihr Potential bekannt sein müsste.In den Zielen weicht die Gruppierung ja auch nicht von PI ab –ganz im Gegenteil.Und Moscheenbesetzung in den symbolischen Stätten des Islambekämpfers Karl Martell Tour und Protier dürften doch ganz der Geschmack Stürzenberbergers, PIs und selbst Pro Deutschlands sein.

  81. @Conring

    @KM
    “Nein, eigentlich ist er nun für mich noch deutlich harmloser.”
    Da sollten Sie von Ihrer Warte aus vielelicht nicht zu schnell Entwarnung geben.
    Die NS-Ideologie ist in den 20ern von vielen, darunter auch “Denker” der sogenannten Konservativen Revolution, als intelektuelle Magerkost angesehen worden.

    Die NS-Ideologie kam ja nicht aus dem Nichts. Deren „Vorläufer“ gab es schon mindestens ein halbes Jahrhundert und hatten teilweise erheblichen Zulauf. Ich sehe Stürzenberger hier eher als Ein-Mann-Show.

    @Jakobiner

    ZU KM:

    Das war es dann wohl mit der kurzzeitigen Annäherung zwischen Neuen Rechten und Islamkritikern. Grundsätzlicher könnte der Widerspruch nicht sein. KM meinte ja, Stürzenberger würde gegenüber der Neuen Rechten nicht mit dem Nazivergleich aufwarten, da er sie ja als potentiellen Bündnispartner sieht. Damit scheint es jetzt auch vorbei–oder wie Stürzenberger sagt:

    “Neben fiesen Schlägen unter die Gürtellinie und unsachlichen Angriffen, die auf eine weitestgehende Ahnungslosigkeit zum Thema Islam schließen lassen, eröffnen die Ausführungen einen Blick auf eine völkisch-ewiggestrige Weltanschauung, deren geistige Heimat man wohl eher auf dem Nürnberger Zeppelinfeld des vergangenen Jahrhunderts verorten würde.”

    Natürlich will Stürzenberger nichts mit Leuten zu tun haben, die die USA als Ursache allen Übels sehen. Er stellt sich hier aber nicht allgemein gegen die Neue Rechte sondern nur gegen Lichtmesz und dessen Unterstützer.

    Stammt das wirklich von Kemal Attatürk.Gab es dmalas keine Proteste gegen diee Beleidigung des Propheten? Würde Kemal Attatürk heute auf Seiten der Islamkritiker und von PI stehen?

    Ich habe mal etwas gesucht, kann als letztendliche Quelle aber nichts anderes als das Buch von Benoist-Mechin finden. Leider habe ich keine PDF davon gefunden. Ich denke mal, dass Atatürk insoweit seine Probleme mit PI hätte, da die antitürkisch (also selbst wenn man den Islam weglässt) eingestellt sind. Sinan A. hat es ja auch schon erwähnt.

    Und was auch interesant ist: Wie würde die muslimische Welt wohl heute reagieren, wenn Kemal Attatürk oder wer anders denselben Satz heute sagen würde? Diese Äusserungen sind ja deckungsgleich mit dem Inhalt des Mohammedfilms.

    Die Frage ist, ob er das unter der heutigen, im Nahen Osten gültigen, politischen Ordnung überhaupt so gesagt hätte.

  82. Ich kann mir nicht vorstellen, dass PI, Stürzenberger und andere Islamkritiker sich eine neue Bewegung wie die Identitären entgehen lassen. Es könnte die Jugendbewegung von PI werden, die gegen den Islam auf die Strasse geht–europaweit und unter den jungen Arbeitslosen kräftig rekrutiert.

    PI macht gerade heftig Werbung für die German Defence League. Ich kann mir nur vorstellen, dass die das erstmal begrüßen, wenn die GDL dort mit einfließt. Ansonsten haben wir ja wieder das typische Problem der Rechten, nämlich der Spaltung in zig Splittergruppen.

    Seltsamerweise kann man aber bei PI noch nichts auf ihrer Webseite über die neue Identitätsbewegung lesen. Das ist merkwürdig, da PI doch durch ihren Kotakt mit der Neuen Rechten diese Gruppierung und ihr Potential bekannt sein müsste.In den Zielen weicht die Gruppierung ja auch nicht von PI ab –ganz im Gegenteil.Und Moscheenbesetzung in den symbolischen Stätten des Islambekämpfers Karl Martell Tour und Protier dürften doch ganz der Geschmack Stürzenberbergers, PIs und selbst Pro Deutschlands sein.

    Dann haben Sie das hier übersehen:
    http://www.pi-news.net/2012/10/video-kriegserklarung-der-franzosischen-jugend/
    http://www.pi-news.net/2012/10/islamgegner-besetzen-moschee-in-poitiers/

    Die Generation Identitaire ist auch nichts neues. Bisher ist die „Bewegung“ wohl hauptsächlich im Netz aktiv und sowas gibt es auch schon seit vielen Jahren. Siehe hier: http://web.archive.org/web/20081208135503/http://www.jeunesses-identitaires.com/? Das ist von 2008(!). Die Seite selbst gab es bereits seit 2002. Alter Wein in neuen Schläuchen. In Deutschland findet man das Prinzip auch, z.B. in Form der Untersterblichen (http://werde-unsterblich.info/), was wiederrum eine Kopie von „Die Überflüssigen“ ist (http://die-ueberfluessigen.net/). Die Außenwirkung ist trotz zig Aktionen Null.

  83. Interessant.Wenn man die Darstellung der Gruppe durch die Neuen Rechten und PI liest, gewinnt man de Eindruck, dass hier etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes entstanden ist, eine aufkommende Jugendrevolte von potentieller Massenbedeutung und gigantischwen Ausmassen, die einen Ruck und ein Signal zum Erwachen geben wird.Da scheinen die Rechten wohl Opfer ihrer eigenen selbstreferentiellen Wahrnehmung zu sein.Die Aktionsform dürfte Götz Kubitscheks konservativ-Subversiver-Aktion (KSA) ähnlich sein, die sich ja auch als Flop erwies.Wenn Hoffnung so aussieht auf der Rechten, wie muss dann erst Verzweiflung aussehen!!

  84. Zu Sinan A./KM:

    PI hat nichts gegen Türken an sich, insofern es sich um säkulare Türken handelt.Daher verwenden sie auch das Attatürkzitat, um die Türken darauf aufmerksam zu machen, dass der grosse Staatsgründer nichts vom Islam und Muslimsein hält.Bei der Neuen Rechten ist dies anders–die sehen die Türken als Ethnie und Rasse und somit per se als schlecht fürs deutsche Volk.

  85. Wenn Hoffnung so aussieht auf der Rechten, wie muss dann erst Verzweiflung aussehen!!

    Von der Generation Identitaire gibt es ja auch schon eine Deutsche Version, die Generation Identität. Im Reconquista-Europa-Forum hat jemand angefragt, wie er sich denn beteiligen und wie man Aktionen planen und durchführen könnte. Als Antwort kam zurück, er solle auf Facebook Werbung machen und Aufkleber kaufen.

    PI hat nichts gegen Türken an sich, insofern es sich um säkulare Türken handelt.Daher verwenden sie auch das Attatürkzitat, um die Türken darauf aufmerksam zu machen, dass der grosse Staatsgründer nichts vom Islam und Muslimsein hält.Bei der Neuen Rechten ist dies anders–die sehen die Türken als Ethnie und Rasse und somit per se als schlecht fürs deutsche Volk.

    Auf PI werden so ziemlich alle Äußerungen von wichtigen Persönlichkeiten angeführt, die sich Islamkritisch geäußert haben. Natürlich hat PI Probleme mit Türken.

  86. @KM
    „Die Frage ist, ob er das unter der heutigen, im Nahen Osten gültigen, politischen Ordnung überhaupt so gesagt hätte.“

    Die Frage ist doch eher, ob sein Ausspruch, der doch authentisch ist, in seinem historischen Kontext Sinn ergibt und ersnt gemeint war.
    Und da kann man doch sagen: Ja.

    Daneben wird Atatürk bei PI auch gerne mit dem Armenier-Massenmord der Jungtürken im ersten Weltkrieg in verbindung gebracht und auch ansonsten als böser östlicher Despot gezeichnet.

    „Ich sehe Stürzenberger hier eher als Ein-Mann-Show.“
    Den „Führer“ konnte man in seinen Anfängen auch als eher als One-Man-Show sehen.

  87. Bin durch Leos Blogroll auf KM´s Blog gestoßen.

    „PI hat nichts gegen Türken an sich, insofern es sich um säkulare Türken handelt.Daher verwenden sie auch das Attatürkzitat, um die Türken darauf aufmerksam zu machen, dass der grosse Staatsgründer nichts vom Islam und Muslimsein hält.Bei der Neuen Rechten ist dies anders–die sehen die Türken als Ethnie und Rasse und somit per se als schlecht fürs deutsche Volk.“

    Das genau ist auch schon alles, was diese beiden Richtungen innerhalb der „Neuen Rechten“ voneinander trennt.
    PI, neoliberal-kapitalistisch, auf Teaparty- und Israellinie, hasst den Islam als solchen.
    Die Neuen Rechten wie Sezession mögen alle ethnisch Fremden nicht, auch wenn sie Christen sind, sind meist auch antisemitisch. Sie schätzen den Islam aber als antiimipieralistischen Verbündeten im Ausland. Nur bitte nicht hier. Das ist so ein klassisches Nimby-Syndrom bei denen „not in my backyard“. Islam gerne, aber bloß nicht bei uns. ASR kann man nun wirklich nicht unter die „Neue Rechte“ zählen.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/09/wir-wissen-alles-was-wir-uber-muslime.html

    PI, Reconquista und der ganze Mist dagegen: Islam ist global der Feind und muss eliminiert werden.
    PI hetzt gegen den Islam aus ideologischen Gründen, Sezession aus ethnisch -rassistischen Motiven.
    Dann gibt es aber noch die islamhassenden Linken, die generell religionsfeindlich sind und im Islam den Bremsklotz gegen das sehen, was sie Aufklärung nennen. Die Christen hat man ja schon erfolgreich auf kapitalistische Linie gebracht, und der Islam stört dabei, und deswegen ist er auch all diesen Leuten, egal ob rechts oder links, ein Dorn im Auge.

  88. Zu Fatima Özuguz:

    Es gibt ja auch mehr als genug gute Gründe gegen den Taliban-, Al Kaida- ; Muslimbruderschafts-, Salafisten- und Khameinistenislam und dessen Grausamkeiten in der Welt zu sein.Und was ist gegen die Aufklärung zu sagen?

  89. Ganz interessant, wie sich PI jetzt des Falles Jakob Augstein annimmt:
    Es erklärt alle Linken und Israelkritiker zu Antisemiten–ganz wie die Antideutschen und Bahamas:

    http://www.pi-news.net/2013/01/ist-der-rotlackierte-jakob-augstein-antisemit/

  90. Die wissen alle nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht. Amüsant auch, wie sich die Rechtspopulisten untereinander fetzen, wie man nun mit uns verfahren soll:

    http://www.pi-news.net/2012/10/wie-schrag-tickt-martin-lichtmesz/

    Das hat vielleicht einen gewissen Unterhaltungswert, mehr auch nicht. Vor diesen schrägen Vögeln muss man wirklich keine Angst haben.

  91. Das Elend an der Islamkritik ist, dass sie von Hetzern wie PI, MoT, Die Freiheit,etc. dominiert wird. Es ist ja nicht so, dass es nichts am Islam zu kritisieren gebe.Leider scheinen nur die radikalen Stimmen Gehör und Aufmerksamkeit zu finden.

  92. Wer oder was ist denn „MoT“? Ich finde es auf jeden FAll bemerkenswert, dass JEDER was zum Thema Muslime und Islam zu sagen hat. ob er davon nun Ahnung hat oder nicht. Das zeigt doch, dass er eine gewissen Bedeutung haben muss.
    Warum gibt es nirgends „Christentumskritik“, oder „Judentumskritik“, aber Islamkritik ist überall präsent?

  93. MoT ist Maddrassa of Time. Bin letztens selbst auf diese Seite gestossen. Ich werde da aber nicht mehr kommentieren, da mir diese zu hetzerisch und zu primitiv ist.Über die „Hexe Özuguz“ist da auch ein Artikel, der recht persönlich diffamierend ist–siehe unter:

    http://madrasaoftime.wordpress.com/2013/01/03/die-hexe-ozoguz-2/#comments

  94. Wenns ihnen spaß macht…so wichtig bin ich eigentlich nicht, aber wenn MoT meint. Der ist ungefähr so bedeutend wie ich.

  95. Zu Fatima Özuguz:

    Christentumskritik und Judentumskritik gibt es in Deutschland ausgiebig–bis hin zum offenen Antisemitismus.Zudem ist die Islamkritik in Deutschland nicht sehr ausgeprägt–dafür spricht auch, dass Die Freiheit gerade mal 0,1% der Wählerstimmen bekommt und Pro Deutschland nie über die 0,5%-Marke hinauskam.Dafür spircht, dass die Pro-Islam- und Anti-Islamblogs- und webseiten eine zu vernachlässigende Grösse im politischen Diskurs Deutschlands sind.Dass der Islam aber eine zu kritisierende Religion ist, zeigt seine weltweite Radikalisierung des Weltislam, sei es nun Al Kaida von 9-11, in Afpak, Mali Syrien, Jemen, Mali, Magreb, Irak, dazu die islamistische Diktatur im Iran, Muktadar el- Sadrs schiitisch-fanatische Bewegung im Irak, Hisbollah im Libanon, die Muslimbrüder und Salafisten in allen sunnitischen Staaten bis hinunter nach Malaysia und Aceh/Indonesie, die Taliban in Afpak, die Wahhabiten in Saudiarabien.Anders als Leo Brux Wunschdenen von einem ambiguitären Islam ala Thomas Bauer radikalisiert sich der Mainstream des Weltislam und wird znehmend zur leibhaftigen Bedrohung für moderate Muslime, Agnositiker, säkulare und demokratische Menschen in diesen muslimischen Staaten und vielleicht auch für den Westen und Europa. Ich selbst glaube nicht an eine Islamsierung Deutschland,s, aber an eine Radikalisierung der msulimischen Welt.nd dieser Trend ist ja unübersehbar!!!.

  96. Eben…das Christentum hat sich selbst zerstört und totreformiert bis zur Unkenntlichkeit, und das wollen wir Muslime nicht.
    Übrigens auch nicht die „Moderaten“.
    Erst mal geht es ja hier nur um den Islam in Deutschland. Aber nehmen wir mal an, es verhält sich so, wie Sie sagen.

    Was soll man dagegen tun?

  97. Also das Christentum ist noch sehr lebendig, vor allem unter der Protestantin Margot Käßmann und in allen wesentlichen deutsche politischen Gremien vertreten.Es ist weltoffen, tolerant gegenüber Minderheiten, pazifistisch,et-alles wofür ihr Khameini nicht steht!!!c. Wahrscheinlich würden Sie dem deutschen Christentum eine Zuwendung zu Legion Mariae, Opus Dei und der Piusbruderschaft als Analog ihrer fanatsich-schiitischen Lesweise des Koran empfehlen. Oder aber die Lesweise eines Katholizismus ala Michael Nowak, Neocon-Katholik des AEI, der meinte die 80 Millionen US-Evbangelikalen nchmals toppe will und erklärte das Christentum brauchen einen „God of Fear“, der mittels US-ameirkanischen Waffen die Ehrfurcht vor Gott in alle Weltenteile bringe, auch in die muslimsichen Länder.Aber selbst soweit geht Benedikt nicht, auch wenn er mal versuscht hat, den Piusbrüdern mal wieder ein Verhandlungsangebot zu offerieren.Mit dem deutschen Christentum kann ich mich als Atheist arrangieren, da sie nicht mehr die Mcht-wie im Iran-haben und ihre eigentliche Botzschaft verkünden: Nächstenliebe. Davon ist aber die Entwiclung des real exitierenden Islam weltweit meilenweit entfernt–er radikalisiert sich nur noch. möchte Ungläubige umbringen.

  98. Zu

    Fatima Özoguz, on January 7, 2013 at 17:21 said:

    Eben…das Christentum hat sich selbst zerstört und totreformiert bis zur Unkenntlichkeit, und das wollen wir Muslime nicht.

    Interessant, dass sie als Stellvertreter des Iran von DEN/“Wir“ Muslimen weltweit reden. Was für eine Anmassung. Im Iran gibt es doch inzwischen schon 60% der Bevölerung, die ihre autoritäre Mullahkratie ablehnen, jedoch von den Republikanischen Garden, Bassisdschi und Pasdaran zusammengeknüppelt, verhaftet und gefotert werden.Sie bleiben Elke Schmidt, die einen Hauptsponsor des iranischen Propagandasystems geheiratet hat und auch dessen Propaganda weitervertreiben. Sie bleben eine Einzelperson, die sich a den radikalen Ilsam weltweit ranhängt, um desen Verbreitung auch in Deutschland möglich zu machen, was ihenen aber nicht gelingen wird. Sie bleiben eine Propagandapuppe der Propagandatruppe des Itran und werden dafür auch gezahlt, um als „Wir“ Muslime aufzutreten und einen Führungsanspruch für die 1,5 Millairaden Moslems unter der Schirmherrschaft Teherans zu psotulieren.Die meisten moderaten Muslime, Agnostiker und säkularen Demokrtane in muslimsichen Ländern wollen ihre Sorte Islam nicht. Und gerade diese sollte ma unterstützen–auch wenn sich dieser Kampf noch über Jahrzehnte hinziehen kann.Die meisten Muslime hoffe auf einen Margot-Käßmann-Islam, aber der Haupttrend geht in de netgegengesetzte Ricjhtung. Wir Muslims wollen uns nicht zu todereformeieren, sondern eben zu Toder totalisieren und radikalisieren!!!

  99. Zu Fatima Özuguz:

    Aus meiner Sichtweise sind sie die klerikal-schiitische Verlängerung des 3. Reichs und seines Antisemitismus.Als Deutsche kommt ihnen ihre Konversion nur noch als antijudaistisch vor und nicht biologistisch wie das 3. Reich. Aber die heutigen Antisemiten ala Ahmadinedschad, der den Holocaust leugnet wie auch Khameini,werden als zuküntfige Bastion einer panislamischen Achse mit Russland und China gesehen, die den USA nd Isreal den Garaus machen. Sehr durchschaubra, diese Post-3, Reichspläne auch.

  100. Als Lesetip zu einer panislamisch-russisch-chineischen Achse:

    http://www.global-review.info/2012/12/15/szenario-agypten-syrien-iran-russland-china-versus-the-west/

  101. Solche Polemiken lasse ich mal unbeantwortet. Aber ich würde in der Tat ein lebendiges, Christentum allemal einem lauwarmen Euro-Islam vorziehen. Nicht was die Glaubenslehre, sondern die Lebensgestaltung angeht.

    – Abtreibungsverbot,
    – Zinsverbot
    – Keine Homoehe und auch kein Recht von Homosexuellen auf Adoption
    – Verbot unehelicher Beziehungen,
    -Förderung von Familien

    Aber das ist natürlich nicht gemeint, wenn Politiker und Journalisten von „christlicher Leitkultur“ schwadronieren.

    Dass die islamfeindlichen Parteien bei Wahlen so schlecht abschneiden, ist ihrer einseitigen Ausrichtung geschuldet. „Gegen Islam und Multikulti“ ist nunmal als Parteiprogramm etwas dürftig. Dazu kommt, dass die fast alle arg neoliberal sind und den Soziialstaat beschneiden wollen, und das kommt bei vielen – Gott sei Dank – gar nicht gut an.

    Woher haben sie denn die Zahlen , woher wollen SIE denn wissen, wie viele Iraner oder Muslime insgesamt einen „Margot-Käßmann-Islam“ (was ist das?) wollen? Da ist die Anmaßung aber eher auf Ihrer Seite, oder? Oder verfahren Sie nicht eher nach dem Sarrazin – Prinzip:
    „Wenn man keine Zahl hat, muss man eine schöpfen.“??
    Und ich werde bezahlt- wäre ja schön. Ist aber nicht der Fall, und das ist eine glasklare Verleumdung. Aber macht nichts, einer „Propagandapuppe der Propagandatruppe des Iran“ sowas einfach unterzujubeln, nicht wahr?

  102. Zu Fatima Özuguz

    Aber ich würde in der Tat ein lebendiges, Christentum allemal einem lauwarmen Euro-Islam vorziehen. Nicht was die Glaubenslehre, sondern die Lebensgestaltung angeht.

    – Abtreibungsverbot,
    – Zinsverbot
    – Keine Homoehe und auch kein Recht von Homosexuellen auf Adoption
    – Verbot unehelicher Beziehungen,
    -Förderung von Familien

    Zu 1) Was wohl richtig ist: Die Zahl der Abtreibungen ist relativ hoch.Es wäre besser, die Kinder erblickten das Licht der Welt–man kann sie ja dann immer noch adoptieren.Aber die niedrige Geburtenrate hängt weniger von Abtreibungen ab, sondern mit der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln. Wollen sie die auch verbieten?
    Sind im Iran Verhüttungsmittel verboten?
    Zu 2) Bliebe zu fragen, ob eine moderne Volkswirtschaft ohne Zinsen überhaupt funtionieren würde.Iran zählt da als Beispiel nicht, da es ein Ölland ist, dass locker Devisen anhäufen kann.Zudem lässt sich der Zins ja galant umgehen–siehe Islamic Banking, aber das bedeutet nicht, dass es keinen Gewinn und keine Ausbeutung gibt.
    Zu 3) Warum sollen Homosexuelle keine Ehe schliessen dürfen? Das wäre doch mal zu begründen.Bei der Adoption bin ich auch skeptisch.
    Zu 4)Betrachtet man sich die Familienpolitik Frankreichs und nordeuropäischer Länder, so zeigt sich, dass sie dazu führte, dass die Geburtenrate bei 1,9 liegt, also fast 2, sprich: Reproduktionsrate.
    Daran könnte sich Deutschland auch mal orientieren.Aber es ist ja nicht so, dass in Deutschland Familien nicht gefördert würden (Kita, Kindergeld, Ehegattensplitting,etc.).

  103. @Fatima Özoguz
    “ -Abtreibungsverbot,
    – Zinsverbot
    – Keine Homoehe und auch kein Recht von Homosexuellen auf Adoption
    – Verbot unehelicher Beziehungen,
    -Förderung von Familien“

    Als diesen Programmpunkten würden die allermeisten Pi-ypen und die anderen Rechtsextremen, die KM in seinem Beitrag thematisiert, vollkommen zustimen würden.

    Vielleicht sollte Sie da nach Verbündeten suchen und nicht den christlichen Kirchen als Nichtchristin erklären, was christlich ist?

  104. Da hat Conring wohl recht.Diese Forderungen sind auf einer Linie mit NPD, Rechtsextremen und christlichen Fundamenten.Ja, faktisch würden diese Verbote wohl Todesstrafe für abtreibende Frauen, Unterdrückung Homosexueller,etc. bedeuten.Siehe halt Iran.
    Von Teheran lernen, heisst siegen lernen oder wie?

  105. Kubitschek und Lichtmesz von der Neuen Rechten haben sich nach ihrem Debakel mit Stürzenberger jetzt auf die Identitären gestürzt.Kaiserliche Majestät gibt dieser Bewegung keine Chance,Nun hat auch die NPD-Jugendorganisatin JUnge Nationaldemokraten die Identitäre Bewegung ins Visier genommen–auf der Homepage der JN folgender Artikel:

    JN-Kontrovers: Identitäre Generation in Deutschland – Positionen, Struktur und Möglichkeiten

    Aktuelles

    Mittwoch, den 02. Januar 2013 um 09:16 Uhr
    Micha Schäfer hinterfragt, bearbeitet und kommentiert in seinen provokanten Texten die Positionen und Strategien unserer Arbeit als Nationalisten, Patrioten und Idealisten, um Diskussionen anzustoßen und endlich wieder Bewegung in die Bewegung zu bringen.

    Diesmal widmet er sich der Identitären Bewegung in Deutschland und der Möglichkeiten die sie uns allen bietet.

    Auswahl der letzten Texte:
    „Dürfen wir Pop sein?“ (Aktivist 1/12); „JA, JA und nochmals JA zu Europa“;
    Wie hältst Du’s mit Israel? (beide Aktivist 2/12)

    Michael Schäfer: Identitäre Generation in Deutschland – Positionen, Struktur und Möglichkeiten

    Alles begann mit einem Video aus Frankreich, das sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken verbreitete. Wie so viele Europäer haben es auch die jungen französischen Aktivisten satt, belogen, ausgebeutet und kulturell an den Rand gedrängt zu werden.

    Ihre Konsequenz: Eine Kriegserklärung in Videoform – eine Kriegserklärung an die, die ihnen alles nehmen wollen und die ihre Suche nach einem Sinn im Leben im Nichts und kulturellen Verfall enden lassen. Sie nennen sich „Génération Identitaire“ – die identitäre Generation. Dahinter verbirgt sich eine Jugendbewegung, die der verschlafenen französischen Rechten, abseits der Parteien, neuen Schwung gegeben hat. Auch wenn man Begriffe wie „links“ und „rechts“ scheut wie der Teufel das Weihwasser – alte ideologische Nabelschnüre wurden abgeschnitten und es wurden neue Ansätze gesucht, wie die derzeitigen Probleme Europas mit zeitgemäßen Antworten beantwortet werden können.

    Spätestens die Besetzung einer im Bau befindlichen Moschee, am selben Ort und zum 1280. Jahrestag der legendären Schlacht Karl „der Hammer“ Martells gegen die maurisch-islamische Besatzung Europas im Jahr 732 sicherte breite überregionale Medienaufmerksamkeit.

    Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses Phänomen nach Deutschland überschwappt und auch östlich des Rheins junge, wütende Deutsche bekennen: „Wir sind die identitäre Generation.“

    Die Ideen und Strategien die dahinter stecken, sind klar. Viele junge Menschen fühlen sich durch das Angebot der wenigen nicht-linken politischen Gruppierungen nicht mehr angesprochen. Zu steif, zu bieder und ohne modernes geistiges Fundament sind die Konzepte derer, die sich nicht mal entscheiden können, ob sie sich nun Rechte, Patrioten oder Nationalisten nennen.

    Erfolgreiche Bewegungen, wie die Casapound in Italien oder die Identitären bieten Identifikationsfläche, an der es in Deutschland fehlt.

    Pop statt Stahlhelm

    Der Grund, warum auch viele JN- und NPD-Mitglieder mit identitären Gruppen sympathisieren, selbst welche gründen oder dort mitarbeiten, ist sicher der moderne Auftritt und der Verzicht auf die Spießigkeit der klassischen oder der (nicht mehr ganz so) Neuen Rechten.

    Nationale politische Korrektheit wurde über Bord geworfen und durch Popkultur und die Aktion ersetzt. Der Wahlspruch aus Frankreich „Reden spaltet, Aktion verbindet“ wird auch in Deutschland in Anfängen umgesetzt. So fanden sich schnell Mini-Grüppchen zusammen, die das Lambda – das Schildsymbol der alten Spartaner und selbstgewählte Logo der Bewegung – mit Lust an Kreativität überall in Deutschland bekannt zu machen versuchen.

    Auch dieses Konzept ist nicht neu, aber es wird poppig rübergebracht. Man versucht einen klaren Schluss- und Trennungsstrich zu vermeintlich alten nationalistischen Bestrebungen zu ziehen. Man stellt sich als „neu“, als evolutionären Schritt nach vorn dar und umrahmt das ganze popkulturell.

    Neu ist: man greift, mangels eigener Medienmacht, die Begriffe und Realitäten der vorgefundenen Gesellschaft eins zu eins auf und argumentiert damit. So vermeidet man den Kampf gegen gesellschaftspolitische Windmühlen. Aus Ihrer Sicht verbrannte und negativ besetzte Begriffe wie „national“ oder „Volk“ werden vermieden und durch die Suche und Bewahrung der „Identität“ ersetzt.

    Chauvinismus und Rassismus erklärt man eine klare Absage und will sich so für gutmenschliche Angriffe unempfindlich machen, was nur mäßig gelingt. Dabei werden zwar nur ethnopluralistische und aktuelle nationalistische Positionen aufgegriffen, die sich selbst im NPD-Parteiprogramm finden, aber wenn man die ganze Sache als absolute Neuerung und großen Wurf bezeichnet, dann fällt das weniger auf.

    Nebenbei gelöst wurde ein Problem, in das sich beispielsweise die PRO-Bewegung hoffnungslos verrannt hat. Mit dem von jedem Nationalisten sofort zu unterschreibenden Grundsatztext „Weder Kippa noch Palituch“ erteilt man einer Positionierung oder Fixierung im Nahost-Konflikt oder dem leidigen Missbrauch unserer Geschichte eine klare Absage. Man will sich nicht einspannen lassen oder sich in den Konflikten anderer verrennen.

    Auch die klare Absage an alle „Totalitarismen“ ist nicht neu, wird aber als Position immer wieder beteuert. So soll eine Diskussion über die berühmten zwölf Jahre, die Guido Knopp‘s Hypotheken abgezahlt haben, von Anfang an vermieden werden. Durch eine glaubhafte Verabschiedung von der allseits bekannten 90er-Jahre-Stahlhelmoptik und einer gebetsmühlenartigen Distanzierung vom Nationalsozialismus will man auch dieses Problem lösen und damit ein Abgrenzungsmerkmal zur „extremen Rechten“, wie man sie nennt, schaffen.

    Ansonsten werden klassische rechte Themen bedient und man findet kaum eine Position, die man nicht sofort mittragen könnte.

    Die Probleme

    Nachdem man sich über andere definiert und „typisch deutsch“ abgegrenzt hat, steht man nun vor einem „typisch deutschen“ Problem. Wie soll man sich organisieren? Man wäre keine deutsche, identitätssichere Truppe, wenn man nicht einen Verein gründen würde. Dieser soll den organisatorischen Rahmen bieten, aber das Lambda und den Begriff „identitär“ nicht nutzen, um sich vor staatlicher Verfolgung und Verboten zu schützen.

    Dennoch verbaut diese Organisationsform die bisher einzige Stärke einer neuen, im Netz entstandenen Bewegung. Gerade die Fixierung auf die sozialen Netzwerke und die asymmetrische Aufstellung sind für viele Suchende interessant und lädt zum „Gefällt mir“ klicken ein, denn bisher schien es so, dass jeder mitmachen kann und mit witzigen und kreativen Aktionen, abseits der ausgetretenen Wege, aktiv werden kann.

    Nun sollen doch die bekannten und bestehenden Strukturen wieder her, die viel Kraft kosten, Streit produzieren und schwer zu leiten sind. Als ehemaliger JN-Chef weiß ich leider, wovon ich rede. Hier liegt auch der Grund, warum die erste Führung der ersten organisatorischen Gehversuche der Identitären Bewegung in Deutschland abgesägt wurde. Man stritt über den richtigen Weg in die Öffentlichkeit. Mit Hilfe der tonangebenden österreichischen Identitären geht man nun den beschriebenen Weg und hofft auf Erfolg.

    Doch nicht nur das „Wie“ ist ein Problem, sondern auch das „Wer“ sorgt für Streit. Wenn man sich beispielsweise die identitären Gruppen bei Facebook anschaut, dann sind die Initiatoren zum großen Teil nationalistische Aktivisten, die diesen Modernisierungsschub, die inhaltliche Diskussion und die entspanntere Optik unterstützen. Das sorgt bei dem einen oder anderen für Unbehagen, da man alle Nationalisten in Bildzeitungsmanier mit kahlrasierten, idiotischen Ewiggestrigen gleichsetzt, die den ganzen Tag nur ihr NS-Fetisch ausleben. Mit der Realität – das wissen zum Glück auch viele Identitäre – hat das selbstverständlich nichts zu tun. So wurde bereits auf dem ersten Treffen Anfang Dezember in Frankfurt diskutiert, wie man mit der NPD und anderen Befreiungsnationalisten umgehen soll. Dabei geht es um mehrere Aspekte. Einerseits darum, dass man Aktivisten nicht ins gesellschaftliche Abseits drängt, weil sie offen agieren, und andererseits um das Abschleifen von Angriffspunkten für die junge Formation, denn man möchte verständlicherweise breitenwirksam attraktiv bleiben.

    Nun wird gestritten, ob man, wie das französische Original, selbstbewusst auftritt und keine Zugeständnisse an die „political correctness“ (PC) macht und sich nicht abgrenzt, oder ob man den deutschen Sonderweg geht, um von Medien und Gutmenschenmafia etwas mehr in Ruhe gelassen zu werden und sich erst einmal konsolidieren kann.

    Dabei vergisst man, dass man so schon in die erste PC-Falle getappt ist. Den Medien und Etablierten kann man es nie recht machen und bei einer Distanzierung von den „bösen Buben“ der Politik kann man nur verlieren. Distanzierungen signalisieren immer Schwäche und man argumentiert von Anfang an aus einer Defensivposition und ist in der Selbstbeschäftigung gefangen, anstatt Aufbau zu betreiben.

    Weiterer Streitpunkt ist die Vereinigung der unterschiedlichen virtuellen Gruppen zu einer wirklichen Bewegung. Denn wer hat bei solch einem Netzphänomen eigentlich das Sagen? Derjenige, der als erstes eine Facebook-Gruppe einrichtet oder derjenige, der die Grundlagen der Franzosen verstanden hat und regional die Arbeit beginnt?

    Nun sollen ein offizieller Name – die „Identitäre Bewegung Deutschland“ – ein offizieller Leiter, ein Pressesprecher und Regionalbeauftragte den Wust der zahlreichen regionalen Gruppen aufdröseln und Ordnung in die junge Bewegung bringen. All das kostet Zeit und Kraft und nimmt unglaublich viel Dynamik. Dabei müsste man jetzt eigentlich gegenüber der virtuellen Anhängerschaft „liefern“.

    Man hat sich große Ziele gesetzt und will die neue Generation des Kampfes für den Erhalt unserer Kultur und unserer Werte sein. Den komplett in den Stillstand geraten Anti-68er-Block will man neu beleben und siegreich sein. Doch außer hübschen Bildchen und kopierten Texten aus Österreich fehlt es bisher an dem Wichtigsten – Aktionen.

    Nicht nur das gemeinsame geistige Futter in Form von echten Diskussionen und Seminaren muss noch mit Leben erfüllt werden, sondern auch der so wichtige aktionistische Teil, der heute so attraktiv auf junge Menschen wirkt.

    Fazit

    Jeder Nationalist hat erkannt, dass das bloße Festsitzen in Hamburger Gittern und das brave Abwinken durch Ordnungsämter nicht sonderlich attraktiv auf junge Menschen wirken. Auch die unkontrollierbare persönliche Öffentlichkeit ist in diesen Zeiten der totalen Unfreiheit und der Verfolgung nicht immer gewollt.

    So wird der Knackpunkt der Weg in die Öffentlichkeit sein. Wie können gemeinsame öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt werden und wie kontrolliert man, dass nicht jeder das Lambda-Logo nutzt um seinen Spaß damit zu haben. Beides wird durch die bundesdeutschen Realitäten äußert schwierig werden.

    Gibt man die halbanonyme Arbeit auf und stellt sich deutschen Versammlungs-, Ordnungs-, und Urheberrechtsgesetzten, dann wäre es vorbei mit den bunten, poppigen Netzauftritten und dem Mythos des Neuen und Unverbrauchten. Dann muss man sich mit der öden Realität der Verfolgung, Behinderung und Repression beschäftigen, die viele Nationalisten in ihrem Idealismus ertragen, den Außenstehende nicht wirklich einschätzen können.

    Den derzeitigen Eliten ist es dabei auch egal, ob man sich, in naiver Hoffnung auf eine wirkliche inhaltliche Auseinandersetzung von X oder Y distanziert. Wenn es um das Multi-Kulti-Dogma, die massenhafte Zuwanderung von Kulturfremden oder den Erhalt der nationalen Identitäten geht, dann wird von den hasserfüllten Gesinnungswächtern gnadenlos zugeschlagen. Die von vielen bundesrepublikanischen Innenpolitikern offen gelobte und propagierte Repression wird zeigen, ob es sich bei den bisherigen Aktivisten um Maulhelden oder Idealisten handelt. Wünschenswert wäre letzteres, da etwas frischer Wind und eine erzwungene Diskussion, gerade in Sachen Aktionismus, inhaltlicher Positionierung und Außendarstellung sehr willkommen ist und lokal auch bereits stattfindet, wobei ich nur zu Kontakten zwischen JN- und Identitären-Aktivisten bzw. Doppelaktivitäten sprechen kann.

    Für die selbsternannte identitäre Führung, die Struktur in den Laden bringen will, heißt es jetzt „Vorlegen!“, um diesem Anspruch auch gerecht zu werden. Der erwähnte französische Grundsatz „Reden spaltet, Aktion verbindet“ muss jetzt umgesetzt werden, wenn man nicht als kurzzeitige Modeerscheinung à la Piraten wieder verschwinden will.

    Interessant wäre es auf jeden Fall, wie die schwierige politische Situation in Deutschland durch eine neue Agitprop-Truppe aufgemischt wird. So oder so, es wird diskutiert, es werden Positionen hinterfragt und Aktionsformen ausgelotet. Leider muss man das schon als kleinen Erfolg bezeichnen. Wenn jetzt noch die Selbstbeschäftigung und die naiven Distanzierungen eingestellt werden und man sich nicht nur mit dem eigenen Umfeld, sondern mit dem politischen Gegner beschäftigt, dann ist vieles möglich.

    Ob nun als eigenständige, starke Bewegung im großen vorpolitischen Raum, als Türöffner zu neuen Jugendbereichen oder als Durchlauferhitzer für die sich modernisierenden nationalistischen Gruppen. Alles ist besser als ein Verharren im Stillstand.

    Nicht umsonst bietet sogar der DS-Verlag [ http://www.ds-verlag.de/ ] identitäre Mode an. Die Identitären sind nicht nur eine Aktionsform die man nutzen kann, wenn JN- oder NPD-Fahnen nicht passend sind, sondern auch eine Möglichkeit die gesamte nationalistische Bewegung, dessen Teil sie offenbar sind, zur Diskussion zu zwingen.

    Symbolik wie die Schlacht im Jahre 732 sind seltene europäische Identitätsmerkmale, die wir alle nutzen müssen, wenn wir uns gegen die Verwalter des Verfalls der Europäischen Union zur Wehr setzen. Aus welchem europäischen Land meine Mitstreiter kommen, ist mir dabei so egal wie die Frage, ob sie nun ein Lambda, eine achteckige Schildkröte oder einen weißen Pfeil auf rotem Grund als Logo vor sich hertragen. Es geht um unsere Zukunft und unsere gemeinsame europäische und nationale Identität.

    Michael Schäfer
    JN-Führung

    Kontakt und Diskussion: m.schaefer(at)jn-buvo.de
    http://www.jn-buvo.de/index.php/deutschland/38-aktuelles/1973-jn-kontrovers-identitaere-generation-in-deutschland-positionen-struktur-und-moeglichkeiten

  106. erst mal ist das Argument „die Pi-ler denken genauso“ unsinnig. Nur weil ein Pi-ler bei Regenwetter sagt „es regnet“, werde ich wohl kaum sagen, dass die Sonne scheint, nur weil ich mich krampfhaft abgrenzen will.

    Zum Text über die „Identitären“: VIel zu viel Geschreibsel für eine Handvoll pubertärer Pöbler.

  107. @Fatima Özoguz

    „erst mal ist das Argument “die Pi-ler denken genauso” unsinnig.“

    Zwischen Ihren gesellschatpolitischen Wunsch(Zwangs)vorstellungen und dem Schrott, was man in der Hinsicht bei den Rechtextremen finden kann, gibt es doch eine riesige Schnittmenge.
    Sie sollten sich da doch mehr um Bündnisse bemühen, statt den christlichen Kirchen das Christentum zu erklären.

  108. Fatima Özuguz hat jetzt einen neuen Verbündeten–den Kanak-Rapper Bushido, der sich Palästina ohne Israel wünscht.Vielleicht marschiert er ja mal bei den Qudstagen mit:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/twitter-profil-von-rap-musiker-bushido-praesentiert-nahost-karte-ohne-israel-1.1570823

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