München – Hauptstadt der Bewegung – Hauptstadt des Scheiterns? Michael Stürzenberger und DIE FREIHEIT sammeln Unterschriften für das Bürgerbegehren „Kein europäisches Zentrum für den Islam in München (ZIE-M)“

München muss aufwachen und kann – wenn es sich erst einmal herumgesprochen hat, was mitten in dieser schönen Stadt geplant ist – zur Hauptstadt der Gegenbewegung zur Islamisierung werden.

http://www.pi-news.net/2012/08/der-geist-von-al-qaida-am-munchner-stachus/

Michael Stürzenberger ist Landesvorsitzender des Landesverbandes Bayern der Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie – Die Freiheit. Der Landesverband von Berlin versuchte bereits 2011 durch eine Aktion, nämlich die Einladung von Geert Wilders, im dortigen Wahlkampf zu punkten. Dies blieb jedoch wirkungslos und die Partei erhielt weniger als 1% der Stimmen.

In Bayern versucht Herr Stürzenberger nun analog dazu, mittels eines Bürgerbegehrens „Kein europäisches Zentrum für den Islam in München (ZIE-M)“, Interesse für die Partei zu wecken. http://www.bayern.diefreiheit.org/zie-m/

Update 13.09.2012: Es wurde ein neuer Stand der Unterschriftensammlung veröffentlicht und es gibt einige weitere Informationen bezüglich Die Freiheit (u.a. eine Parteiabspaltung). Mehr dazu am Artikelende.

Dort sind auch sechs Punkte angeführt, die als Motivation der Aktion dienen:

  1. ZIE-M e.V. sei aus verfassungsschutzrechtlichen Gründen als Bauherr des Projektes nicht tragbar,
  2. Es gäbe bereits genug Moscheen im Stadtgebiet,
  3. Der Verkehrsaufkommen in der Innenstadt würde erheblich steigen,
  4. Mögliche Verhinderung von Integrationsmaßnahmen,
  5. Ausbildung von Imamen solle nur an staatlichen Hochschulen erfolgen,
  6. Teilfinanzierung durch fragwürdige ausländische Geldgeber und bisher ungeklärte zukünftig anfallende Folge- und Unterhaltskosten

Um das Bürgerbegehren durchführen zu können muss die Partei, nach eigener Angabe, 30000 Unterschriften von volljährigen (EU-)Bürgern, welche in München gemeldet sind, über einen unbegrenzten Zeitraum sammeln. Die Unterschriftenaktion läuft nun seit ca. einem Jahr. Desweiteren wurden diverse Kundgebungen in München durchgeführt. Die letzte offizielle Angabe bezüglich der Unterschriften stammt von Anfang August. Dort wird erwähnt, man habe bisher 10% der nötigen Unterschriften beisammen.
http://www.bayern.diefreiheit.org/anti-ziem-kundgebung-rindermarkt-300-unterschriften/

In einem Bericht von Ende August wird von einem neuen Unterschriftentagesrekord gesprochen. An einem Tag sollen 360 Unterschriften zusammengekommen sein. http://www.bayern.diefreiheit.org/neuer-unterschriftenrekord-gegen-das-ziem/

Wenn man die Sammlung optimistisch betrachtet, sollten bisher durchaus 4000 Unterschriften möglich sein. Nach einem Jahr ist dies nicht sehr viel. Die Hürde ist aber auch entsprechend hoch angesetzt. Die erfolgreichsten Unterschriftensammlungen außerhalb des Internets bewegen sich (soweit ich weiß!) im Bereich zwischen 30000 und 40000 Stimmen, aktuell z.B. die Verfassungsbeschwerden bezüglich des ESM, die auf knapp 40000 Unterstützer kommen. Und dort beschränkt sich die Sammlung nicht auf eine Stadt, sondern findet im gesamten Bundesgebiet statt.

Herr Stürzenberger und Die Freiheit machen die Sache natürlich nicht aus Zeitvertreib. Nächstes Jahr sind Landtagswahlen in Bayern, außerdem auch Bundestagswahlen. Die Partei erhofft sich ganz sicher einen PR-Erfolg, welcher sich bei einer erfolgreichen Unterschriftensammlung einstellen könnte. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit würde die Partei möglicherweise ins Blickfeld von rechtskonservativen und bürgerlich-liberalen Wählern (z.B. aktuelle Nichtwähler oder bisherige CSU-Stammwähler) fallen, die sie bisher nicht kennen. Die Partei ist nämlich außerhalb ihrer „Szene“ mehr oder weniger unbekannt.

Im Idealfall würde der Termin des Bürgerentscheids dann natürlich auf den Tag der nächsten Landtagswahl in Bayern und auch auf den Tag der nächsten Bundestagswahl fallen. Dadurch ist eine hohe Wahlteilnahme garantiert und würde die Bekanntheit der Partei weiter steigern, denn am Abend der Bundestagswahl wird auch über die Landtagswahl in Bayern berichtet werden. Das ist praktisch „kostenlose“, deutschlandweite Werbung. Momentan plant die CSU jedoch, die Wahl in Bayern nicht auf das Datum der Bundestagswahl zu setzen, sondern einige Wochen vorher stattfinden zu lassen.

Dies muss aber kein Nachteil sein. Sollte der Bürgerentscheid parallel zur Landtagswahl stattfinden und mehrheitlich Zustimmung finden, dann könnte sich auch hieraus einiges mediales Interesse entwickeln und Die Freiheit einen Schub für die Bundestagswahl geben (sofern sie dort überhaupt antritt). Dass es sehr schnell gehen kann, sah man im Fall der Piratenpartei und der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011. In Berlin hatten die Piraten zuvor ihre Hochburg und kamen, aufgrund der daraus folgenden Einzelanführung in den Umfrageergebnissen, schnell zu Protestwählern, welche nicht mit den etablierten Parteien einverstanden waren. Weitere Landtagseinzüge folgten. Auch ein Einzug in den Bundestag ist immer noch möglich und wäre bereits erfolgt, wenn die Bundestagswahl in den letzten Monaten stattgefunden hätte. In vielen Ländern in Europa wurde dieses Protestwählerpotenzial von rechten Parteien aufgesaugt. In Deutschland ist dies bisher nicht der Fall, obwohl das mögliche Potenzial seit Jahrzehnten im Bereich von 10% bis 20% liegen soll. Im letzten Fall würde dies, mit großer Wahrscheinlichkeit, zu einer bedeutsamen Regierungsbeteiligung führen.

Aber es bleibt natürlich noch das Problem, dass Die Freiheit für das Bürgerbegehren mehr als 25000 Unterschriften sammeln muss. Sinnvolle Termine für einen Bürgerentscheid liegen, meiner Ansicht nach, nur im Bereich der nächsten Landtagswahl oder der nächsten Europawahl. Es ist fraglich, ob bis dahin genügend Unterschriften gesammelt werden können. Außerhalb dieser Zeiten wird ein Bürgerentscheid, wenn er überhaupt stattfinden wird, wahrscheinlich keine große Wirkung außerhalb Münchens entfalten. Seine Auswirkung wird somit lokal bleiben. Es kann natürlich immer noch passieren, dass die Finanzierung des ZIE-M zurückgenommen (vielleicht springt der mögliche Großspender ab) und der Bau somit gar nicht durchgeführt wird.

Ob Herr Stürzenberger dann zufrieden wäre? Ich glaube nicht. Er hat natürlich mehr vor. Momentan nutzt er die stattfindenden Kundgebungen, um hauptsächlich über die Gegendemonstranten und deren Störversuche zu berichten. Unter http://www.pi-news.net/2012/08/der-geist-von-al-qaida-am-munchner-stachus/ schreibt er ausführlich, was er sich von der ganzen Sache erhofft. Diese Dinge sind, wenn man so will, eine Art inoffizielle Fortsetzung der Motivationsliste am Anfang dieses Artikels.

Schaffen wir die 30.000 Unterschriften und damit den offiziellen Bürgerentscheid für ganz München, dann wird ganz Deutschland und vermutlich auch Europa aufhorchen – ähnlich wie beim Minarettverbot der klugen Schweizer.

Stürzenberger erhofft sich bei einer erfolgreichen Sammlung von 30000 Unterschriften eine europaweite(!) Reaktion.

München muss aufwachen und kann – wenn es sich erst einmal herumgesprochen hat, was mitten in dieser schönen Stadt geplant ist – zur Hauptstadt der Gegenbewegung zur Islamisierung werden

Dies habe ich bereits als Einleitung zitiert. Stürzenberger hofft, dass München nur der erste Schritt einer größeren Bewegung werden wird. Wie er sich das genau vorstellt beschreibt er wie folgt:

Noch ist Zeit, die Katastrophe zu verhindern. Der Weg ist klar: Ein erfolgreicher Bürgerentscheid gegen das Europäische Islamzentrum in München wird für die nötige Aufmerksamkeit in Deutschland sorgen. Im Zuge der darauf folgenden offenen Diskussion um den Islam – die Bundeskanzlerin Merkel in ihrem “Bürgerdialog” beharrlich verweigerte – werden wir die politische Forderung bekannt machen, dass die existenzielle Bedrohung des Islams nur gebändigt werden kann, wenn sich jeder moslemische Verband, jede Organisation, jede Moscheegemeinde und jede Koranschule schriftlich und für alle Zeiten von der Scharia, der Gewalt- und Tötungslegitimation, der Frauenunterdrückung und dem totalitären weltlichen Machtanspruch des Islams verabschiedet.

Falls dies nicht geschieht, werden all diese Organsiationen wegen Verfassungsfeindlichkeit VERBOTEN.

Auf diese Weise wird der Islam von Europa aus entweder sozialverträglich umgestaltet oder eben untergehen, wie es auch der ägyptisch-stämmige Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad prophezeit hat.

Es geht also um folgendes:

  1. Ein möglicher Bürgerentscheid in München zum Bau des ZIE-M dient als Trittbrett,
  2. Es soll so viel (mediale) Aufmerksamkeit erzeugt werden, dass eine offene Diskussion über den Islam in Gang gesetzt wird,
  3. Diese Diskussion umfasst auch gewisse Forderungen, die jede muslimische Organisationen unterschreiben muss,
  4. sollte dies nicht geschehen, werden all diese Organisationen als verfassungsfeindlich verboten

Die Punkte 2 und 4 sind etwas unsauber formuliert.

Es wird hier nicht genauer erklärt, wie eine offene Diskussion auszusehen hat und warum sie bisher nicht stattfindet, aber es lässt sich vermuten, dass (im Idealfall tagtäglich) islamkritische Äußerungen (z.B. Artikel oder Videos, wie Herr Stürzenberger sie erstellt) auf die Titelseiten wichtiger Tageszeitungen, in die Morgenprogramme der Radiosender, in die Abendnachrichten der TV-Sender und in die politischen Parlamente kommen sollen. Solange dies nicht der Fall ist, scheint keine offene Diskussion im Sinne Stürzenbergers stattzufinden. Im Vergleich dazu wird das Internetprojekt „Dialog über Deutschland“ angeführt. Hier landete der Vorschlag zum Thema „Offene Diskussion über den Islam“ auf Platz 3. Weit über 13000 Kommentare wurden zu dem Thema abgegeben. https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=309

Dort wird gefordert:

Eine argumentative Auseinandersetzung über den Islam muss endlich stattfinden. In der Politik. In den Medien.

Mit weniger wird sich Stürzenberger nicht zufrieden geben und dies ist natürlich berechtigt. In der Folge müsste man aber auch allen anderen Kleinparteien zugestehen ihre Themen gleichberechtigt in die Medien und die Poltik einbringen und vorstellen zu können.

Dann noch einmal zu Punkt 4. Stürzenberger schreibt: „Falls dies nicht geschieht, werden all diese Organsiationen wegen Verfassungsfeindlichkeit VERBOTEN.“
Das liest sich so, dass eine sich weigernde Organisation ausreichen würde, um alle anderen zu verbieten.
Hier ist es genauer formuliert:

Stürzenberger stellte auch den klaren politischen Weg vor, mit dem DIE FREIHEIT den Islam entschärfen wolle: Jede islamische Organisation, jeder Verband, jede Moscheegemeinde und jede Koranschule habe einen schriftlichen und zeitlos gültigen Verzicht auf die Scharia, die gewalt- und tötungslegitimierenden Koranverse, die Frauenunterdrückung und den totalitären weltlichen Machtanspruch zu unterzeichnen. Wer dies verweigere, werde wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten.

http://diefreiheit.org/home/2012/08/video-rede-von-michael-sturzenberger-in-stockholm/ Der Text wurde zwar nicht von Herrn Stürzenberger geschrieben, aber ich denke mal, es soll so umgesetzt werden, dass nur die Organisationen verboten werden sollen, die die Unterzeichnung verweigern und nicht alle auf einmal.

Soviel zu den vier zusätzlichen Punkten. Herr Stürzenberger hat sich also einiges vorgenommen. Er will damit sogar in die Geschichte eingehen:

Wir können Geschichte schreiben, die noch in tausend Jahren in den Schulen unterrichtet werden wird.

http://www.pi-news.net/2012/08/der-geist-von-al-qaida-am-munchner-stachus/

Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass bei diesen Ansprüchen auch ein erhebliches Scheitern möglich ist. Die Freiheit steht unter einem gewissen Zeitdruck. Zwar haben sie, mehr oder weniger, ewig Zeit, die Unterschriften zu sammeln, aber es kann schnell passieren, dass die Finanzierung des ZIE-M steht und der Bau lange vor einem Bürgerentscheid beginnt. Momentan ist Katar im Gespräch, einen großen Teil der Baukosten zu übernehmen. Sollte dies geschehen, bevor Stürzenberger die 30000 Unterschriften zusammen hat, wäre seine Aktion natürlich ein absoluter Reinfall. Möglicherweise werden die Unterschriften auch nie in einem realistischen Zeitrahmen erreicht, so dass die Sammlung abgebrochen werden muss. Es könnte auch Auswirkungen der Landtags-, Bundestags- und Europawahlen geben. Sollte Die Freiheit dort vergleichbar scheitern, wie 2011 in Berlin, oder gar nicht erst die Antrittsvoraussetzungen schaffen, dann könnte die Partei Geschichte sein, bevor man die Unterschriftensammlung überhaupt beendet hat. Auch möglich sind ein, im Sinne von Die Freiheit, negativer Ausgang des Bürgerentscheids, also ein mehrheitliches Ja der Bürger für das ZIE-M. Es könnte auch sein, dass es kein großes mediales Echo gibt, wie Stürzenberger es sich erhofft. Und was passiert, wenn der Verfassungsschutz die Seite PI-News zukünftig beobachten und im Verfassungsschutzbericht führen sollte? Das wäre doch der absolute Supergau für Stürzenberger, der aktiver Autor bei PI-News ist. Man bedenke, es wird als Motivation des Bürgerbegehrens angeführt, dass ZIE-M e.V. aus verfassungsschutzrechtlichen Gründen nicht tragbar sei.

Jedenfalls sehe ich hier deutlich mehr Faktoren, die auf ein mögliches Scheitern hinweisen, anstatt auf den Beginn einer Gegenbewegung zur Islamisierung. Die Leute werden auch nicht ewig auf Die Freiheit oder Stürzenberger setzen. Sobald ein erfolgversprechender Zug einfährt, werden sie dort aufsteigen, zumal die islamkritische (Internet)Bewegung eine Ein-Themen-Bewegung ist. Geht es über das Thema der Islamisierung hinaus, kann man sich auf nichts mehr einigen.

Update 13.09.2012: Es wurde bekanntgegeben, dass die Unterschriften nun bei über 6000 Stück liegen. Davon wurden etwa 1000 von zwei freiwilligen Helfern im Zeitraum von einer Woche in München gesammelt. Die restlichen 2000 Unterschriften (bezogen auf die bereits erreichten 3000 Unterschriften von Anfang August) wurden dann offenbar über die Informationsstände von Die Freiheit erreicht.

Es fehlen jetzt noch 24000 Unterschriften. Herr Stürzenberger hofft im Moment, dass die Unterschriftensammlung zum Selbstläufer wird, sobald die 10000er Grenze geknackt ist. Ich halte es für wahrscheinlich, dass dies bis Ende des Jahres machbar ist, jedenfalls solange das Tempo gehalten werden kann. Ob die Zeit zum Sammeln aller Unterschriften bis kurz vor die Landtagswahlen noch reicht, wird man sehen. Es wird wohl auch geplant, zukünfitg mehrere Informationsstände auf einmal durchzuführen.
http://www.bayern.diefreiheit.org/munchen-6000-unterschriften-gegen-zie-m-erreicht/

Desweiteren hat Die Freiheit mit einigen Problemen zu kämpfen (wie ich es bereits angesprochen habe). Es gab vor kurzer Zeit eine Parteiabspaltung. Die stellvertretende Bundesvorsitzende von Die Freiheit ist mit weiteren Mitgliedern aus Die Freiheit ausgetreten und hat die XXL-Partei gegründet. http://xxlpartei.com/

Die Freiheit ist momentan auch damit beschäftigt, Unterschriften zu sammeln, um bei der Landtagswahl in Niedersachsen antreten zu dürfen. Bis Oktober hat sie dafür noch Zeit. Sollte dies nicht erreicht werden, dann wäre dies bereits die dritte Landtagswahl in Folge, zu welcher Die Freiheit die Zulassungshürde nicht packen würde.

Auch im bayrischen Landesverband von Herrn Stürzenberger soll es, laut Politblogger.eu, Austritte gegeben haben. So sollen der stellvertretende Landesparteichef Torsten Klauck sowie der Beisitzer Klaus Hammacher aus der Partei ausgetreten sein. Auf der Website des Landesverbandes Bayern kann man jedoch bisher nichts dazu lesen.
http://www.politblogger.eu/sturzenberger-partei-ruck-und-austrittswelle-geht-weiter/

Alle Beiträge zum Thema ‚Unterschriftsammlung gegen das ZIE-M‘:

05.09.2012 – München – Hauptstadt der Bewegung – Hauptstadt des Scheiterns? Michael Stürzenberger und DIE FREIHEIT sammeln Unterschriften für das Bürgerbegehren “Kein europäisches Zentrum für den Islam in München (ZIE-M)”

28.04.2013 – Entwicklung der Unterschriftensammlung “Kein europäisches Zentrum für den Islam in München (ZIE-M)” der Partei DIE FREIHEIT und Michael Stürzenbergers

16.09.2013 – Entwicklung der Unterschriftensammlung “Kein europäisches Zentrum für den Islam in München (ZIE-M)” der Partei DIE FREIHEIT und Michael Stürzenbergers – Teil 2

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42 Antworten

  1. Offtopic-Kommentare bitte hier einstellen: https://kaiserlichemajestaet.wordpress.com/2012/04/01/kommentare-und-anmerkungen/

    Achtung!!! Kommentare werden grundsätzlich automatisch freigeschaltet. Jedoch löscht der Spamschutz von WordPress Kommentare, die er für Spam hält (z.B: bei vielen Links). Deswegen sollte man den Kommentar vor dem Absenden sicherheitshalber kopieren. Wird der Kommentar von WordPress nicht akzeptiert, dann hilft es vielleicht, ihn in mehrere kleinere Kommentare zu unterteilen.

  2. Hallo KM, was wollen Sie mit diesem Artikel eigentlich bezwecken? Die Freiheit und/oder PI schlecht reden? Stürzenberger schlecht reden? Die mutmaßliche Sinnlosigkeit des Bürgerbegehren anprangern?

    Ich nehme an, Sie sind pro ZIE-M. Das ist natürlich Ihr gutes Recht. Ich bin trotzdem gespannt, ob es zu einem Bürgerentscheid kommen wird und würde dies begrüßen (im Rahmen direkter Demokratie) – wie dieser dann ausfallen würde, ist die andere Frage.

  3. @KM
    Blöde Frage:
    Inwieweit gibt es eigentlich irgendeine rechtliche Grundlage den Bau per Bürgerentscheid zu verbieten?
    Wenn der Emir aus Katar das Grundstück kauft, der Verein da sein Haus baut und seine Verantstaltungen abhält, ist das doch durch einen „Bürgerentscheid“ überhaupt nicht aufhaltbar.
    Die Stadt kann so ein Bauvorhaben durch Bebauungsplan-Änderungen erschweren, aber sowas kann man kaum per Bürgerentscheid festlegen.

  4. Hallo KM, was wollen Sie mit diesem Artikel eigentlich bezwecken? Die Freiheit und/oder PI schlecht reden? Stürzenberger schlecht reden? Die mutmaßliche Sinnlosigkeit des Bürgerbegehren anprangern?

    Das waren so die Gedanken, die ich mir zur Sache gemacht habe. Und die wollte ich mal ausformulieren. Ich bin der Ansicht, dass Stürzenberger sich in der Sache bedeutend zu viel erhofft und die Schuld wahrscheinlich wieder bei anderen suchen wird, wenn die Sache schiefläuft. Das Bürgerbegehren und der Bürgerentscheid sind jedenfalls nicht der eingentliche Grund, warum diese Aktion überhaupt durchgeführt wird.

    Ich nehme an, Sie sind pro ZIE-M. Das ist natürlich Ihr gutes Recht. Ich bin trotzdem gespannt, ob es zu einem Bürgerentscheid kommen wird und würde dies begrüßen (im Rahmen direkter Demokratie) – wie dieser dann ausfallen würde, ist die andere Frage.

    Das ZIE-M ist mir egal. Ich sehe es nur aus der Perspektive, dass gerade Leute aus dem „islamkritischen“ Spektrum vor unüberschaubaren Hinterhofmoscheen warnen. Wenn man stattdessen eine große Moschee baut und die Gläubigen zukünftig dort hingehen, müssten diese Leute es doch eigentlich unterstützen.

  5. @KM
    Blöde Frage:
    Inwieweit gibt es eigentlich irgendeine rechtliche Grundlage den Bau per Bürgerentscheid zu verbieten?

    Die Stadt wird nach Einreichung der Unterschriften entscheiden, ob das Begehren überhaupt gerechtfertigt ist. Es gab in München vor ein paar Jahren einen Bürgerentscheid, der es untersagt, zukünfitg Gebäude im Stadtgebiet zu bauen, die höher als die Frauenkirche sind. EIn Bauverbot ist das natürlich nicht, aber eine gewisse Einschränkung. Ich kann leider nicht sagen, wie es im Fall des ZIE-M aussieht.

  6. „Das ZIE-M ist mir egal. Ich sehe es nur aus der Perspektive, dass gerade Leute aus dem “islamkritischen” Spektrum vor unüberschaubaren Hinterhofmoscheen warnen. Wenn man stattdessen eine große Moschee baut und die Gläubigen zukünftig dort hingehen, müssten diese Leute es doch eigentlich unterstützen.“

    Na ja, beim ZIE-M geht es wohl eher darum, dass der Standort als ungeeignet und/oder provokativ angesehen wird, zudem kommen die Gelder aus zweifelhafter Quelle. Ich wohne dort nicht, daher ist mir auch relativ egal. Ich kann die Bedenken aber verstehen.

  7. Es sollte heißen „…daher ist es mir relativ egal.“

  8. Den Punkt mit der Geldquelle halte ich auch für bedeutend. Soweit ich das mitbekommen habe, gab es auch von den großen Parteien Kritik bezüglich der möglichen Spender.

    Was den Standort betrifft, bin ich eher der Ansicht, dass Stürzenberger mit allen möglichen Standorten ein Problem haben dürfte und höchstens zufrieden wäre, wenn die Moschee irgendwo außerhalb, z.B. in einem Industriegebiet, gebaut werden würde. Zumal er die Unterschriftensammlung mit dem Minarettverbot in der Schweiz vergleicht. Dem geht es eher ums Prinzip.

  9. Die Frage des Gedlgebers ist übrhaupt die einzige Sache, die bei dem Projekt zweifelhaft ist.
    Alle anderen Einwände sind Scheinargumente, die eine prinzipielle Ablehnung irgendwie rational erscheinen lassen sollen.
    Wo sollen etwa in der Münchner Innenstadt die Anwohner sein, die sich in ihrer Wohnidylle gestört fühlen könnten? Da ist auch ohne Mosche viel los. Wahrscheinlich würde sogar der Muezzin-Ruf im Lärm untergehen.
    Übrigens liegen gerade die vielbeschworenen „Hinterhofmoscheen“ oft in Industriegebieten, da es dort keine, sich gestört fühlenden Anwohner gibt und die Gebäude relativ billig sind.

  10. Das sind einige Probleme, die auftauchen, wenn man islamkritische Aussagen aus der Sicht eines Einwanderungsgegners formuliert.

  11. Ach was. Man kann gegen Einwanderung und Überfremdung sein und ebenso den Islam für seine mittelalterlichen Positionen kritisieren.

  12. Das kann man durchaus. Ich habe auch nicht das Gegenteil behauptet. Etwas anderes ist es, den Islam zu kritisieren, nur weil man gegen Einwanderung und/oder Überfremdung ist und kein Interesse an einer Reform des Islam hat. Dann liegt hier kein Und vor, sondern die Islamkritk folgt aus der Einwanderungskritik, findet also dort ihre Motivation. Und dann kann es auffliegen oder zu anderen ungereimtheiten führen, wenn man dies zu verschleiern versucht.

  13. Stürzenberger hat einen neuen Stand bekanntgegeben:

    Bei unserer Kundgebung am Samstag, den 15. September am Goetheplatz konnten wir 400 Unterschriften für unser Bürgerbegehren gegen das “ZIE-M” verzeichnen, so dass wir jetzt bei insgesamt 6.500 liegen. Ab heute werden wir unsere samstäglichen Kundgebungen mit diversen Infoständen in der Stadt verteilt unterstützen.

    Auch ein Zeitpunkt, bis wann die 30 000 Unterschriften beisammen seien sollen, wurde bekanntgegeben:

    Für uns gilt: Einigkeit macht stark, der Zusammenhalt in unserer Gruppe wächst immer mehr und unser gemeinsames Ziel, die 30.000 Unterschriften bis zum nächsten Frühjahr zu schaffen, schweißt uns fest zusammen.

    http://www.bayern.diefreiheit.org/mittlerweile-6500-unterschriften-gegen-zie-m/

    Dann müssen die aber ordentlich ranklotzen. Das wären fast 3000 Unterschriften im Monat. Bisher sind es ca. 1000-1500.

  14. Stimmt, das könnte sehr eng werden.

  15. Es wurde wieder ein neuer Unterschriftenstand gemeldet. Vor einigen Tagen hieß es, dass jetzt ein Drittel der notwendigen Unterschriften gesammelt ist, also 10000 von 30000. Es geht also schneller voran, als ich es eingeschätzt habe. Interessanterweise wurden hierfür aber mehrere Unterschriftenstände benötigt, die über die Stadt verteilt sind und die Unterschriftensammlung fand in der letzten Zeit auch an mehreren Tagen unter der Woche statt. Und wenn es aus der Sicht betrachtet wird, dann muss man doch sagen, dass es deutlich langsamer vorangeht, als man vielleicht gedacht hat. Vor einem Monat war auch noch die Rede davon, die Unterschriften bist zum nächsten Frühjahr zusammenzubekommen, dies wurde einige Zeit später auf Frühsommer geändert. Die Aktion läuft jetzt übrigens ein Jahr.

    Zur Erinnerung, was vor einiger Zeit noch der Stand der Dinge war:

    Herr Stürzenberger hofft im Moment, dass die Unterschriftensammlung zum Selbstläufer wird, sobald die 10000er Grenze geknackt ist.

    Bisher blieb der Selbstläufer aber leider aus (siehe Zitat unten). Deswegen hat man sich etwas einfallen lassen. Davon liest man aber nichts auf der Webseite von Die Freiheit Bayern. Der letzte Stand der Aktualisierung ist dort der 11. Oktober 2012.

    Aber auf PI-News:

    Wann fällt die Medienblockade um das ZIE-M?

    Bisher hat kein einziger Journalist über das seit einem Jahr laufende Bürgerbegehren gegen den geplanten Bau des europäischen Islamzentrums in München und über die höchst alarmierenden Fakten um Imam Idriz sowie seine Hintermänner berichtet. Um diese unerträgliche Schweigespirale zu durchbrechen, die an unselige Zeiten der Aktuellen Kamera oder der Wochenschau erinnert, hat DIE FREIHEIT heute um 12:45 Uhr eine umfassende Infomail an alle großen Münchner Medien geschickt. Nun kann sich keiner mehr herausreden, er hätte von nichts gewusst. Seit heute können wir allen vorwerfen, dass sie ganz bewusst den Münchner Bürgern die ungeheuerlichen Tatsachen verschweigen, die sich hinter dem Skandalprojekt “Zentrum für den Islam in Europa-München ZIEM” verbergen. Hier die komplette email, die den Journalisten alle Fakten und Hintergründe an die Hand liefert.

    [Den Text der Infomail habe ich entfernt]

    Diese ausführliche Information geht an folgende Medien (in alphabetischer Reihenfolge):

    Zeitungen:
    Abendzeitung, Bayernkurier, Bild, Campus, Drachme, Hallo, Münchner Merkur, Süddeutsche Zeitung, Superbild, tz.

    Radiosender:
    Antenne Bayern, Arabella, BR, Deutschlandfunk, Energy, Gong, M 94,5, 2day

    Fernsehsender:
    Bayerisches Fernsehen, Bayern TV, RTL München Live, SAT 1 Bayern, München TV

    Außerdem geht diese email auch an die israelitische Kultusgemeinde in München, die sich in völlig unverständlicher Weise bisher ebenfalls an der Schweigespirale um dieses Skandal-Projekt beteiligt.

    Für weitere Hintergrundinformationen und Interviewfragen können Sie mich jederzeit telefonisch oder per email erreichen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Michael Stürzenberger
    Journalist
    Gründungsmitglied der reaktivierten „Weißen Rose“
    Landesvorsitzender Bürgerbewegung Pax Europa
    Bundesvorstandsmitglied Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT

    http://www.pi-news.net/2012/10/wann-fallt-die-medienblockade-um-das-zie-m/

    Als nächstes wird es also von Interesse sein, wie die Medien reagieren und was dann passiert.

  16. Eine Woche ist vergangen und die Medien reagieren Stürzenberger nicht schnell genug. Er schreibt:

    Münchner Medien gleichgeschaltet?

    Vor einer Woche wurde die gesamte Münchner Medienlandschaft in einer Email über die skandalösen Fakten zum geplanten Bau der europäischen Zentralmoschee beim Stachus informiert. Resonanz: NULL.

    Die Ursache für das Schweigen ist schnell aufgedeckt:

    Umfragen unter Journalisten haben ergeben, dass etwa 70% von ihnen linksrotgrün orientiert sind. Diese dürften zu dem ZIEM-Skandal aus ideologischer Überzeugung schweigen, um bloß keine islamfeindliche Stimmung aufkommen zu lassen.

    Sogar die Stadt München steckt dort mit drinnen:

    Nun, die bayerische Landeshauptstadt lebt gut von arabisch-moslemischen Touristen, die im Sommer zig Millionen Euro in den Hotels, Krankenhäusern und Geschäften lassen. Seit dem Vermummungsverbot in Frankreich und den zunehmend islamfeindlichen Aktionen in Großbritannien durch die EDL sind offensichtlich viele Araber nach München umgeschwenkt. Mit denen will man es sich wohl nicht verderben, und da scheinen auch die Medien mitzumischen.

    Auch die deutsche Industrie ist beteiligt:

    Katar hat zudem viel Geld in München investiert. Das Bankhaus Merck, Finck & Co. mit Hauptsitz in München wurde dieses Jahr vom Emir Hamad bin Chalifa Al Thani übernommen. Das Emirat soll zudem planen, bei der Münchner Rüstungsschmiede Krauss-Maffei-Wegmann 200 Leopardpanzer zu bestellen, was ein lukrativer Auftrag von gut 2 Milliarden Euro ist. Zudem gehören Katar bereits 17 Prozent von VW, zehn Prozent von Porsche und ebenfalls zehn Prozent von Hochtief. Verhandlungen sollen auch über den Kauf von 7,5 % an EADS laufen. Wer weiß, was sonst noch alles im Hintergrund eingefädelt wird und wieviel Gelder schon in Medienunternehmen fließen. Da wird man sich doch nicht wegen solchen Lappalien wie der Unterstützung islamischer Terror-Organisationen wie Al Qaida, Taliban oder Hamas irritieren lassen.

    Deswegen greift Stürzenberger nun zu härteren Mitteln und hat seine Informationen deutschlandweit an Medien verteilt:

    Heute sind die Infos über den Münchner Skandal um das ZIE-M um 17 Uhr an die deutschen Medien gegangen. Wir werden sehen, ob die mediale Schweigespirale für ganz Deutschland gilt.

    http://www.pi-news.net/2012/11/munchner-medien-gleichgeschaltet/

  17. @KM
    wie kommt Herr Stürzenberger auf die Idee, dass die „Medien“ islamkonform gleichgeschaltet sind?
    Er selber bezieht doch seine Erkenntnisse auch aus den „Medien“.

  18. Nun ja, faktisch werden Stürzenberger in den Medien kaum erwähnt und wenn überhaupt dann durchgehend negativ–von daher ist seine Wahrnehmung nachvollziehbar.

  19. Herr Stürzenberger sieht besonders das, was gerade nicht geschrieben wird. Und das interpretiert er dann.

  20. Wenngleich ich auch nicht bei PI, Freheit, Pro D und wie sie alle heissen mitdemonstrieren würde, halte ich die Forderung zum Bau von Moscheen einseitig–meine Ansicht:

    Nein zu Moscheen–Ja zu multikulturellen Treffs

    Viele Multikultimenschen meinen, dass eine Moschee in jedem Dorf und jeder Stadt ein Ausdruck von Toleranz und Integration sei.Dementsprechend gibt es inzwischen mehr als genug Initiativen, die den Moscheenbau aus Angst vor einer Islamisierung Deutschlands und vor einem Kulturverlust des christlichen Abendlandes sehen und mobil dagegen machen.Streitigkeiten um die architektonische Gestaltung sind da noch das Mindeste, gern verwiesen wird auf das Minarettverbot der Schweiz.

    Ich selber bin gegen neue Moscheen, aber aus anderen Gründen aus denen dies die meisten Moscheegegner sind. Ich sehe keine Gefahr einer Islamisierung Deutschlands. Dazu gibt es zu wenige Muslims und wrden es auch bei weiterer Immigration sein (denn die meisten Neumigranten werden aus den EU-Staaten mit hoher Jugendarbeitslosigkeit hervorgehen). Ich sehe auch keine zu verteidigende (judeo-) christliche Tradition in Deutschland, zumal judeo-christlich wohl ein Hohn ist angesichts der antisemitischen Geschchte Deutschlands und des Holocausts– eher das Gegenteil: Die Aufklärung als Modernisierer der deutschen Kirchen.Dennoch bin ich gegen die Förderung von Moscheenbauten.

    Zum ersten: Eine Moschee bedeutet die Herausbildung eines konservativen Milieus und einer Kulturzentrale, bei der Muslime „unter sich“ bleiben. Meist gehen diese Moscheen mit Tourismusbüros (die den Hadsch nach Mekka offerieren) und anderen Halalshops bis hin zur Kopftuchmodeshops einher, die eher eine Zementierung muslimisch-konservativer Einstellungen bedeuten statt eben Öffnung zu und Tolerierung anderer Wertevorstellungen.Zweitens wird kein Angebot für all jene agnostischen und säkularen Muslime offeriert, die Islam als Familientradition sehen, aber nie in die Moschee gehen oder auch sonst von Religion nichts wissen wollen.Laut einer Studie, die im TV-Sender Phönix zitiert wurde, gibt es 4 Millionen Muslime in Deutschland, aber nur 0,5 Millionen Muslime praktizieren ihren Glauben. D.h. für die überweigende Mehrheit der 3,5 Millionen “Muslime” ist Religion eine Familientradition und Privatangelegenheit, deren wegen man in keine Moscheee gehen muss.Von diesen 3,5 Millionen Muslimen sind zudem sehr viele Agnostiker.Sie werden ausgegrenzt durch diese multikulturelle Präferenz, jeden “Muslim” mit einer Moschee beglücken zu wollen oder aber sollen dann in Moscheen gehen, weil es plötzlich alle so machen. Drittens entsteht durch solch eine Moschee ein gesellschaftlicher Zwang, in diese gehen zu müssen.Mein Gegenvorschlag ist es multikulturelle Treffpunkte zu schaffen, wo es Fortbildungs- und Freizeitangebote für alle gibt und die Biodeutschen mit den „Ausländern“ sich treffen und kommunizieren können. Dadurch, dass diese Treffs nicht religiös und ethnisch vorbestimmt sind, verhindert man eine Ausgrenzung sowohl von nichtreligiösen Menschen, die die Bevölkerungsmehrheit sowohl in der sogenannt muslimischen wie auch der deutschen Bevölkerung ausmachen und ethnische Ausgrenzung. Solche Zentren sollte man in jeder Stadt und Gemeinde einrichten anstatt sich einseitig auf die angeblich progressive Formel vom Moscheenbau zu verlassen.Multikulturelle Treffs fördern die Integration, Moscheen behindern diese.

  21. Zum ersten: Eine Moschee bedeutet die Herausbildung eines konservativen Milieus und einer Kulturzentrale, bei der Muslime „unter sich“ bleiben. Meist gehen diese Moscheen mit Tourismusbüros (die den Hadsch nach Mekka offerieren) und anderen Halalshops bis hin zur Kopftuchmodeshops einher, die eher eine Zementierung muslimisch-konservativer Einstellungen bedeuten statt eben Öffnung zu und Tolerierung anderer Wertevorstellungen.

    Ich sehe es genau anders herum. Meiner Ansicht nach sind gerade die vielen verstreuten „Hinterhofmoscheen“ eine Abgrenzung, weil die in der Öffentlichkeit gar nicht auftauchen. Da besteht kein Kontakt zur restlichen Gesellschaft. Zentrale Moscheen (zentral im Sinne, dass eine solche Moschee die in einem gewissen Umkreis verstreuten „Hinterhofmoscheen“ ersetzt) mit einem offenen und transparenten Auftreten sind hier besser geeignet.

    Zweitens wird kein Angebot für all jene agnostischen und säkularen Muslime offeriert, die Islam als Familientradition sehen, aber nie in die Moschee gehen oder auch sonst von Religion nichts wissen wollen

    Wozu brauchen die dann eine Moschee? Als Angebot können die alles nutzen, was auch der restlichen (nichtmuslimischen) Gesellschaft angeboten wird.

    Laut einer Studie, die im TV-Sender Phönix zitiert wurde, gibt es 4 Millionen Muslime in Deutschland, aber nur 0,5 Millionen Muslime praktizieren ihren Glauben. D.h. für die überweigende Mehrheit der 3,5 Millionen “Muslime” ist Religion eine Familientradition und Privatangelegenheit, deren wegen man in keine Moscheee gehen muss.Von diesen 3,5 Millionen Muslimen sind zudem sehr viele Agnostiker.

    Können Sie mir die Studie nennen oder haben Sie einen Link?

    Sie werden ausgegrenzt durch diese multikulturelle Präferenz, jeden “Muslim” mit einer Moschee beglücken zu wollen oder aber sollen dann in Moscheen gehen, weil es plötzlich alle so machen.

    Das müssen Sie mal genauer erklären, warum das so ist.

    Drittens entsteht durch solch eine Moschee ein gesellschaftlicher Zwang, in diese gehen zu müssen.

    Warum genau?

    Mein Gegenvorschlag ist es multikulturelle Treffpunkte zu schaffen, wo es Fortbildungs- und Freizeitangebote für alle gibt und die Biodeutschen mit den „Ausländern“ sich treffen und kommunizieren können. Dadurch, dass diese Treffs nicht religiös und ethnisch vorbestimmt sind, verhindert man eine Ausgrenzung sowohl von nichtreligiösen Menschen, die die Bevölkerungsmehrheit sowohl in der sogenannt muslimischen wie auch der deutschen Bevölkerung ausmachen und ethnische Ausgrenzung. Solche Zentren sollte man in jeder Stadt und Gemeinde einrichten anstatt sich einseitig auf die angeblich progressive Formel vom Moscheenbau zu verlassen.Multikulturelle Treffs fördern die Integration, Moscheen behindern diese.

    Diese Arbeit machen doch schon Vereine. Ich halte es für wenig sinnvoll, von staatlicher Seite Konkurrenzangebote aufzubauen. Das Geld sollte man lieber in die Vereinsförderung stecken.

  22. Es gibt wieder einige Neuigkeiten:

    1. Benjamin Idriz soll die Leitung des ZIE-M abgegeben haben, was die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung des Moscheebaus, meiner Meinung nach, verringern würde (es hängt aber auch davon ab, inwiefern der Verein als Ganzes an der Umsetzung arbeitet). Dabei weiß ich natürlich nicht genau, was mit „Leitung“ gemeint sein soll. Seine Position im Vereinsvorstand?
    http://www.bayernkurier.de/zeitung/artikel/ansicht/7484-streit_um_islamzentrum.html

    2. Stürzenberger bekräftigt noch einmal seine Ziele:

    Mit dem Erreichen des Bürgerentscheides gegen den Bau des Islamzentrums wird München zur Haupstadt der Gegenbewegung zur Islamisierung werden. Dann können die skandalösen Fakten nicht mehr geleugnet werden und die mediale Aufmerksamkeit ganz Europas wird sich auf die bayerische Landeshauptstadt richten. Merke: Man kann einen Teil des Volkes eine zeitlang täuschen, aber nicht das ganze Volk dauerhaft.

    3. Stürzenberger stellt auch klar, warum die momentanen Raketenangriffe auf Israel mit dem geplanten Moscheebau zu tun haben:

    Der islamische Raketenterror, dem Israel momentan ausgesetzt ist, hat einen direkten Bezug zu dem geplanten Bau des Europäischen Islamzentrums in München: Der Emir von Katar, der die Hamas vor zwei Wochen mit 400 Millionen Dollar versorgt hat, will auch den Islampalast beim Stachus mit 30 Millionen Euro finanzieren. Nicht nur deswegen fühlen wir uns den Israelis tief verbunden, denn die Raketen, die nach Tel Aviv und Israel fliegen, sind auch ein Angriff auf uns. Es ist der Terror von Moslems gegen Nichtmoslems. Wenn Israel ein christliches Land wäre, dann würde der absolut gleiche Horror ablaufen, dem sich der jüdische Staat seit 70 Jahren ausgesetzt sieht: Denn der Islam duldet keinen nicht-islamischen Staat auf dem Boden, den er als den seinen ansieht.

    http://www.pi-news.net/2012/11/video-munchen-hauptstadt-der-gegenbewegung/

  23. Zu
    Kaiserliche Majestät, on November 10, 2012 at 18:07 said:

    Zu Jakobiners Diskussion über multikulturelle Zentren geht es hier
    lang:
    http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/11/09/10-november-2012-goetheplatz-munchen-ist-bunt-contra-rechtspopulisten-demo/

    Eine Diskussion, die von Leo Brux jäh und diktatorisch beendet wurde.Diesmal hat ihm eine Statistik nicht gepasst. Phönix hatte eine Studie zitiert, wonach nur 0,6 Millionen der 3,6 Millionen deutschen Muslime ihren Glauben auch praktizieren und religiös sind. Ein Grossteil der deutschen Muslime sei mehr als Agnostiker“ zu verstehen. Das tat Brux wütend dann als „Erfindung“ meinerseits ab und als „Unverschämtheit“. Peinlicherweise wusste seine Kaiserliche Majestät dann aber eine ähnlich lautende Studie zu zitieren. Das zeigt: Die Frage nach der Religiösität der deutschen Muslime ist zumindestens diskutierbar–nicht jedoch für Oberlehrer Leo Brux, der nicht genehmen Studien und den Überbringer schlechter Botschaften sofort mit Blograusschmiss quittiert. Wer zensiert, hat´s nötig.Da hat Leo Brux ja wohl ordentlich die Hosen runtergelassen!!!

  24. Zu Kaiserliche Majestät, on November 10, 2012 at 18:07 said:

    Zu Jakobiners Diskussion über multikulturelle Zentren geht es hier lang:

    http://initiativgruppe.wordpress.com/2012/11/09/10-november-2012-goetheplatz-munchen-ist-bunt-contra-rechtspopulisten-demo/

    Eine Diskussion, die im übrigen von Leo Brux wütend und kurzerhand unterbunden wurde.Anlass war, dass ich eine in Phönix vorgestellte Studie zitierte, wonach nur 0,6 Millionen der 3, 6 Millionen deutschen Muslime ihren Glauben überhaupt praktizieren und religiös sind. Das passte dem Brux nicht und er warf mir „Erfindung“ und „Unverschämtheit“vor, dazu ein Generalangriff gegen angebliche „fanatisch-ideologische Agnostiker“.Statistikemn, die nicht in sein Wetbild passen und den Überbringer schlechter Nachrichten hat Oberlehrer Brux dann gleich mit Schulverweis/Blograusschmiss quittiert.Peinlicherweise wusste dann aber auch seine Kaiserliche Majestät eine ähnlich lautende Studie zu zitieren, die die Religiösität der deutschen Muslime infrage stellte.
    Da kam als hilfloses Gegenargument von Brux nur noch, dass ja wohl die meisten Muslime Ramadan feierten. Nur: Auch christliche Agnostiker feiern auch Weihnachten ohne deswegen religiös zu sein–das ist eben Familienfest und Tradition.Selbst ein Atheist wie ich feiere Weihnachten im Kreise der Familie.Das war wohl eie jämmerliche Vorstellung in Sachen Wissenschaftlichkeit und Meinungsfreiheit, Herr Brux!!!!

  25. Der Bericht über Idriz war eine Falschmeldung. Er selbst soll dazu geschrieben haben:

    Nur kurz über die lächerliche Nachricht vom Bayernkurier: Sie ist völlig falsch! So eine Freude werde ich den Islamhassern nicht bereiten! Mit freundlichen Grüßen!

    http://www.blu-news.org/2012/11/18/falschmeldungen-zu-idriz/

  26. n Bezug auf Katar hat Stürzenberger ja nicht Unrecht. Katar unterstützt die Salafisten und Muslimbrüder in Syrien und Ägypten, zuletzt Ägypten mit einem 18 Milliardenkredit, die syrischen islamistischen Terroristen sogar mit direkter Waffenhilfe für ihren Terror und zudem hat der Emir von Katar auch noch die Hamas im Gaza besucht und sich mit ihr solidarisiert und ca. 1 Mrd. Euro Hilfe gegeben.Wohlgemerkt unterstützte er nicht die gemässigte PLO und Abbas, welche EU-Ashton als Gegengewicht besuchte, sondern eine Terrororganisation, die das Existenzrecht Israels nicht anerkennt,ganz Palästina will (Juden ins Meer) und mit Terror- und Raketenangriffen agiert.Warum sollte man solche Leute das ZIEM unterstützen und ausrichten lassen?

  27. @jakobiner
    „Warum sollte man solche Leute das ZIEM unterstützen und ausrichten lassen?“
    Wenn sich das ZIEM von solchen Leuten unterstützen lassen will, ist das doch ersteinmal ein Problem des ZIEMs.
    Die Frage ist, sollten Münchner Politiker so ein Projekt mit dem Geldgeber unterstützen?

  28. Zu Conring:

    „Die Frage ist, sollten Münchner Politiker so ein Projekt mit dem Geldgeber unterstützen?“

    Die Frage ist, ob die (Münchner) Politiker bei solch dubiosen Geldgebern dann das ZIEM nicht untersagen und sogar verbieten sollten.Aber ich schätze mal, dass Deutschland zu Katar wie auch zu dem wahhabitischen Saudiarabien beste Beziehungen unterhält und dieser Gesichtspunkt daher der Staatsraison geopfert wird..

  29. Zu KM:

    „Diese Arbeit machen doch schon Vereine. Ich halte es für wenig sinnvoll, von staatlicher Seite Konkurrenzangebote aufzubauen. Das Geld sollte man lieber in die Vereinsförderung stecken.“

    Dann eben mehr staatliches Geld für die Vereinsförderung, aber eben nicht für Moscheenvereine–es sollte ein Multikulturelles Zentrum als säkulare Alternative auch für die Mehrheit der agnostischen Muslime geben, die in keine Moschee gehen wollen geben und für die Religion eine Privatsache und Familientradition ist.

  30. Und dass es diese Mehrheit agnostischer Muslime gibt, die diverse Multikultifanatiker leugnen, zeigt die voon Kaiserlicher Majestät selbst zitierte Studie–Zitat:

    „Erstes Fazit

    Die Religiosität von Befragten, die sich selber zum ‚Islam’ bekennen, unterscheidet sich in den Anteilen der Intensität – gemessen an der Häufigkeit des Gotteshausbesuchs – nicht grundsätzlich von den Einstellungen der Mitglieder der christlichen Amts-Kirchen in Deutschland.
    Eine Minderheit von rund einem Fünftel (18 %) der sich als ‚Muslime’ Bezeichnenden ist in religiöser Hinsicht als tatsächlich und praktizierend „religiös“ anzusehen, ein weiteres Fünftel (19,8 %) hat ein eher distanziertes Verhältnis zur praktizierten Religion und drei Fünftel (62,1 %) sind als Nicht-Religiöse anzusehen. Insofern ist eine Unterscheidung vorzunehmen zwischen einem Fünftel „religiösen ‚Muslimen’“ und drei Fünfteln vermutlich „ethnisch-kultureller Muslime“, für die eine entsprechende religiöse Praxis keine Bedeutung hat. Diese Verteilungen bleiben auch in den Differenzierungen nach Geschlecht und Altersgruppen insgesamt erhalten – sind also als weitgehend durchgängig zu betrachten.
    Insofern ist die Bezeichnung „Muslim“ erheblich zu differenzieren. Nicht nur hinsichtlich der verschiedenen Glaubensgemeinschaften des Islam, sondern auch und gerade hinsichtlich der Religiosität,
    da gerade die religiöse Zuordnung bei mehr als drei Fünfteln der ‚Muslime’ keinen Sinn ergibt.
    Insofern ist die Forschung gefragt, diese Zuordnungen inhaltlich genauer zu klären.

    Auf Seite 10:
    http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Frerk_Carsten/Muslime_in_Deutschland_TA2007_10.pdf

    Noch zur Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsgruppe_Weltanschauungen_in_Deutschland

    Die Argumentation, dass die meisten Muslime religiös wären und ihren Glauben praktizierten, wird oft damit begründet, dass die meisten Muslime Ramadan feiern. Aber ebenso feiern die meisten nichtmuslimischen Agnostiker Weihnachten als Familienfest und aus Tradition, nicht aber weil sie religiös wären.Dazu braucht man weder eine Kirche noch eine Moschee. Ud selbst ich als Atheist feiere Weihanchten im Kreise der Familie ohne, dass wir uns deswegen als religiös betrachten würden.

  31. Zu KM:

    „Wozu brauchen die dann eine Moschee? Als Angebot können die alles nutzen, was auch der restlichen (nichtmuslimischen) Gesellschaft angeboten wird.“

    Erstens mal bitte die Lesebrille aufsetzen, KM. Ich habe doch geschrieben, dass agnostische Muslime, die die Mehrheit ausmachen, eben keine Moschee brauchen.Zweitens sind die anderen Angebote (Kneipe, Spielhalle,etc.) mit Kosten verbunden.Da wäre eine staatliche oder eine staatlich geförderte Institution mit kostenlosen Freizeit- und Fortbildungsangeboten ganz sinnvoll für die weniger Betuchten.Ganz halt wie Jugendzentren, die ja auch multikulturell und staatlich gefördert sind und bei denen der Aufenthalt auch nichts kostet.

  32. Dann eben mehr staatliches Geld für die Vereinsförderung, aber eben nicht für Moscheenvereine

    Wenn das so umgesetzt werden würde, dann läge hier ein Verstoß gegen die Gleichbehandlung vor.

    es sollte ein Multikulturelles Zentrum als säkulare Alternative auch für die Mehrheit der agnostischen Muslime geben, die in keine Moschee gehen wollen geben und für die Religion eine Privatsache und Familientradition ist.

    Wenn die das als Privatsache betrachen, dann brauchen die auch kein Zentrum. Es ist auch unsinnig solche Leute als Muslime zu bezeichnen.

    Die Argumentation, dass die meisten Muslime religiös wären und ihren Glauben praktizierten, wird oft damit begründet, dass die meisten Muslime Ramadan feiern. Aber ebenso feiern die meisten nichtmuslimischen Agnostiker Weihnachten als Familienfest und aus Tradition, nicht aber weil sie religiös wären.Dazu braucht man weder eine Kirche noch eine Moschee. Ud selbst ich als Atheist feiere Weihanchten im Kreise der Familie ohne, dass wir uns deswegen als religiös betrachten würden.

    Deswegen argumentiert Stürzenberger mit dem Koran. Er sagt dazu, dass jeder noch so säkulare Muslim nur den Koran zu lesen braucht und dadurch von heute auf morgen zum sehr gefährlichen und gewaltbereiten Islamisten wird. Deswegen will Stürzenberger ja auch diverse Passagen streichen lassen.

    Erstens mal bitte die Lesebrille aufsetzen, KM. Ich habe doch geschrieben, dass agnostische Muslime, die die Mehrheit ausmachen, eben keine Moschee brauchen. Zweitens sind die anderen Angebote (Kneipe, Spielhalle,etc.) mit Kosten verbunden.Da wäre eine staatliche oder eine staatlich geförderte Institution mit kostenlosen Freizeit- und Fortbildungsangeboten ganz sinnvoll für die weniger Betuchten.Ganz halt wie Jugendzentren, die ja auch multikulturell und staatlich gefördert sind und bei denen der Aufenthalt auch nichts kostet.

    Und wieso sollten die Leute da lieber hingehen als in die Kneipe oder Spielhalle?

  33. Zusammenfassend, was KM schreibt: Integration sollte eine sponatne urwüchsige Angelegenheit der Zivilgesellschaft sein, der Staat sollte da keine führende Funktion bei haben–der Markt wird´regeln–vielleicht mittels Bildungssystem als höchste Stufe.. Umso mehr soll es irgendwelchen religiösen Arschlöchern aus irgendwelchen islamistischen Nahostdikaturen erlaubt sein unter dem Titel Integration Moscheen oder Islamzentren jeder Grösse und jedes Wirkungsreichtms aufzubauen.Ich habe da einen etatistischen Begriff von Integration: Der Stzaat muss auch Mltikulturelle Zentren fördern, um Integration zu bewirken.KM ist ein neolberaler Integrationsfan, der zudem die von Brux einseitige Förderung der religiösen Muslims vorschwebt anstatt sich mal um die Mehrheit der agnistischen Muslime zu kümmern.

  34. Wenn muslimische Ausländer nach Deutschland kommen, dann fast immer aus solchen Ländern, dass hier die Absolvierung eines Deutsch- und Integrationskurses notwendig ist, auch wenn es säkulare Muslime sind. Wenn es Personen sind, die schon lange Jahre in Deutschland leben, dann brauchen die keine Integrationsmaßnahme, besonders nicht, wenn es Angoszistiker sind. Das wären zig verschenkte Milliarden, die in anderen Bereichen erheblich besser anzulegen sind.

    Wenn irgendwer irgendwo in Deutschland eine Moschee bauen will und er das finanzieren kann und baurechtlich alles in Ordnung ist, dann soll er das machen. Wenn die Moschee auch noch integrationsfördernd aktiv werden will, dann umso besser. Wenn da irgendeine radikale Gruppe Menschen indoktrinieren will, dann ist das Sache der Behörden wie z.B. des Verfassungsschutzes.

  35. Zu KM
    “ Wenn es Personen sind, die schon lange Jahre in Deutschland leben, dann brauchen die keine Integrationsmaßnahme, besonders nicht, wenn es Angoszistiker sind. Das wären zig verschenkte Milliarden, die in anderen Bereichen erheblich besser anzulegen sind.“

    Damit sagt du implizit: Agnostische Ausländer/ Muslims sind gebildeter, integrierter.Bedeutet dies dann umgeklehrt: Religiöse Ausländer/Muslime sind ungebildeter, nicht integrierter? Stimmt das tendenziell? Wo du aber möglicherweise recht hast: Multikulturelle Zentren würden wahrscheinlich eine ziemlich teurere Angelegenheit.Dennoch wäre ich dir dankbar, wenn du die „anderen Bereiche“mal benennen könntest, in dem die Gelder vermeintlich besser angelegt wären.Was meinst du da konkret als Beispiele?

  36. Damit sagt du implizit: Agnostische Ausländer/ Muslims sind gebildeter, integrierter.Bedeutet dies dann umgeklehrt: Religiöse Ausländer/Muslime sind ungebildeter, nicht integrierter? Stimmt das tendenziell?

    1. Ich habe explizit nicht von Ausländern und auch nicht von Muslimen gesprochen. Es ging um Personen, von denen Ausländer einen Teil ausmachen. Hier aber Muslime einzusortieren, weil es Muslime sind, ist völlig abwegig.

    2. Bei Agnostikern dürfte die Wahrscheinlichkeit erheblich geringer sein, dass sie relgiösen Rituale durchführen werden, die nicht mit der deutschen Rechtssprechung im Einklang stehen, im Vergleich zu religiösen Personen (z.B. Sektenanhänger).

    Dennoch wäre ich dir dankbar, wenn du die “anderen Bereiche”mal benennen könntest, in dem die Gelder vermeintlich besser angelegt wären.Was meinst du da konkret als Beispiele?

    Als Beispiele führe ich die flächendeckende Versorgung mit Kindertagesstätten an, den Ausbau von Ganztagsschulen oder die umfangreiche Unterstützung von Schulen in Brennpunktvierteln (siehe z.B. die ehemalige Rütli-Schule).

  37. Die Vorschläge knüpfen alle an Schülern und der nächsten Generation an. Die zuvorigen Generationen von Migranten berührt das jedoch nicht.Haben die keine oder wenige Integrationsdefizite oder meinst du, da ist eh nichts mehr zu machen, also konzentrieren wir uns auf die nächste Generation?

  38. Haben die keine oder wenige Integrationsdefizite oder meinst du, da ist eh nichts mehr zu machen, also konzentrieren wir uns auf die nächste Generation?

    Nein, in dem Fall ist es eher eine Frage der Reform des Arbeitsmarktes und das geht weit über meine Vorschläge hinaus, weil es die ganze Gesellschaft betreffen würde.

  39. „Nein, in dem Fall ist es eher eine Frage der Reform des Arbeitsmarktes und das geht weit über meine Vorschläge hinaus, weil es die ganze Gesellschaft betreffen würde.“

    Wie soll man denn dann den Arbeitsmarkt reformieren? Bleibt sehr nebulös, parolenhaft und abstrakt.Jedenfalls entnehme ich dem, dass du der Ansicht bist, dass in punkto Integration bei der mittleren und älteren Generation noch viel im Argen liegt. Desto wichtiger wäre es doch, wenn der Staat hier aktiv auftritt. Und warum Multikulturelle Zentren dem entgegensprechen sollen, bleibt mir unklar, denn die Freizeit- und Fortbildungsangebote hätte doch integrierende Wirkung.

  40. Hallo KM,
    Zitat von Ihnen
    >>>>> Die erfolgreichsten Unterschriftensammlungen außerhalb des Internets bewegen sich (soweit ich weiß!) im Bereich zwischen 30000 und 40000 Stimmen, aktuell z.B. die Verfassungsbeschwerden bezüglich des ESM, die auf knapp 40000 Unterstützer kommen. Und dort beschränkt sich die Sammlung nicht auf eine Stadt, sondern findet im gesamten Bundesgebiet statt.<<<<<

    Zu Ihrer Information: In Stuttgart, das bekanntlich keine Großstadt ist, kamen über 60.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren zusammen.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/protest-gegen-stuttgart-buergermeister-als-demokratiegurkenkoenig-1.1013355
    Ich mache es mir einfach und verlinke nur mal die SZ. Sie finden dazu mehr im Netz.

    Meiner Meinung hängen solche Unterschriftsbeteiligungen auch vom Thema ab. Wer unterschreibt schon gerne auf einer Liste mit Name, Adresse usw., wenn er befürchten muss, dass er danach behördlicherseits als Rechtsextremer geführt wird, auch wenn er NUR gegen einen Großmoscheebau in der Münchner Innenstadt wäre.

  41. Wieso sollte man dies befürchten? Außerdem ist es eine Unterschriftensammlung gegen das geplante ZIE-M und nicht gegen eine Großmoschee, auch wenn eine Moschee Bestandteil des ZIE-M sein soll.

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